Freiluft-Schmuck nicht immer erwünscht
Vermieter müssen Weihnachtsdeko absegnen

Weihnachten steht vor der Tür und viele Mieter wollen den eigenen vier Wänden einen festlichen Glanz verleihen. Doch dem sind bestimmte Grenzen gesetzt, berichtet der Immobilienverband Deutschland (IVD).

HB DÜSSELDORF. Weihnachten naht, und viele Mieter wollen gerne eine festliche Dekoration im oder am Haus anbringen. Doch dem sind bestimmte Grenzen gesetzt, berichtet der Immobilienverband Deutschland (IVD). Grundsätzlich darf der Mieter seine eigene Wohnung und seinen Balkon schmücken, wie er will. Auch wenn dem Mieter ein eigener Garten zugeteilt ist, darf hier dekoriert werden. Anders sieht es bei einem Gemeinschaftsgarten aus: Dieser darf nur mit Einverständnis des Vermieters geschmückt werden.

Will der Mieter Weihnachtsdeko an der Außenfassade oder im Hausflur anbringen, bedarf dies der Erlaubnis des Vermieters. Allerdings: Das Anbringen eines kleinen Adventskranzes an der Haustüre ist auch ohne Einverständnis des Vermieters erlaubt.

Eigentümer haben größere Freiheiten als Mieter. Eigenheimbesitzer dürfen nach Gutdünken blinkende Kunststofftannen oder glitzernde Plastikschlitten in ihren Gärten aufstellen. Bei Eigentumswohnungen hilft ein Blick in die Teilungserklärung. Ist dort festgelegt, dass beispielsweise der Balkon Sondereigentum ist, so darf ungefragt dekoriert werden. Sind die Balkone Gemeinschaftseigentum, bedarf solch eine Verränderung der Zustimmung der anderen Eigentümer. Allerdings: Wenn sich ein Eigentümer etwa durch eine blinkende und leuchtende Dekoration gestört, so kann er Unterlassung verlangen.

Grundsätzlich gilt für Dekorationen die Verkehrssicherungspflicht. Fallen Rentiere, Nikoläuse und Co. von Balkon oder Fassade und beschädigen Autos oder verletzen gar Passanten, so haftet der Dekorateur.

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