Gebäude sollten in Gesellschaften eingebracht werden
Direkter Gebäudekauf ist in Brüssel teuer

Auf den ersten Blick ist Brüssel ein teures Pflaster: Die Besteuerung von Immobilien gehört zu den höchsten in Europa.

HB BRÜSSEL. Bei der Mehrwertsteuer besteht ebenfalls ein Wettbewerbsnachteil. "Da Mieten keine Mehrwertsteuer enthalten, können Immobilienbesitzer die für Renovierungen und Reparaturen anfallende Mehrwertsteuer nicht steuermindernd geltend machen", erläutert Steueranwalt Thierry Blockerye von der Anwaltskanzlei Clifford Chance in Brüssel.

Aber Belgien wäre nicht Belgien, wenn Besonderheiten diese Nachteile nicht kompensieren würden. So gibt es beim Kauf von Bürohäusern eine ganz legale Möglichkeit, erhebliche Kosten zu vermeiden. Gebäude werden in Gesellschaften eingebracht. Statt Gebäude und Grundstück erwirbt der Immobilienkäufer die Gesellschaft, die ein Grundstück hält. Die Fachleute sprechen von einem "Share-Deal".

Auf diese Weise spart der Käufer 12,6 Prozent des Kaufpreises für Steuern, Abgaben, den Notar und die Eintragung ins nationale Eigentumsregister für Immobilien. "Beim Kauf von Aktien solcher Gesellschaften entfällt die Pflicht zur Registrierung, da die Gesellschaften direkte Besitzer der Immobilien bleiben und sich nur die Eigentumsverhältnisse dieser Gesellschaften ändern", gibt Blockerye ein Praxisbeispiel. Rund 80 Prozent aller Veräußerungen von Büroimmobilien werden als Share-Deals abgewickelt. So hat auch die Allianz das "Botanic Building" nicht direkt erworben, sondern die Objektgesellschaft, die die Eigentümerin des Gebäudes ist.

Der Share-Deal hat einen zweiten Vorteil.

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