Gegen den Trend
Geringer Preisanstieg bei Eigentumswohnungen

Laut einer Studie steigen die Preise für Eigentumswohnungen derzeit so schwach wie seit rund vier Jahren nicht mehr. Auf dem Immobilienmarkt insgesamt sieht die Entwicklung jedoch anders aus.
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BerlinAuf dem deutschen Immobilienmarkt zeichnet sich eine Entspannung ab. Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen zwischen April und Juni nur noch so gering wie seit rund vier Jahren nicht mehr, wie am Freitag aus dem vierteljährlichen Barometer des Verbands Deutscher Pfandbriefbanken (vdp) hervorging.

Demnach verteuerten sich selbst genutzte Wohnungen zwar um 2,2 Prozent binnen Jahresfrist. Aber erstmals seit langem kletterten die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser mit 2,6 Prozent stärker. „Die Investoren sind offensichtlich nicht mehr bereit, jeden Preis zu zahlen“, sagte vdp-Expertin Helga Bender. „Das ist eine gesunde Entwicklung.“ Denn die Preise in einigen Ballungsgebieten seien beachtlich.

Vor allem auf dem Wohnungsmarkt in „wirtschaftsstarken Groß- und Mittelstädten“ übersteige die Nachfrage das Angebot immer noch spürbar, auch wenn zunehmend mehr neue Wohnungen gebaut würden, so die vdp-Fachleute. Für Schwung sorgten auch die niedrigen Zinsen. „Entsprechend ist das Interesse auch institutioneller Anleger an wohnwirtschaftlichen Immobilien ungebrochen hoch.“

Die gesamten Immobilienpreise stiegen im Frühjahr so stark wie seit einem dreiviertel Jahr nicht mehr. Wohn- und Gewerbeobjekte kosteten zwischen April und Juni jeweils 4,8 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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