Geldwäsche Britische Immobilien locken schmutziges Geld an

Britische Luxusimmobilien laden förmlich zur Geldwäsche ein, sagt eine Studie. Die Käufer zahlen entweder mit Bargeld oder erkaufen sich ihre Anonymität. Das lockt vor allem Käufer aus dubiosen Steueroasen.
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...grenzenlose Geldwäsche? In London kommen Käufer von Luxus-Immobilien auf ihre Kosten. Eine Studie bemängeln nun die Möglichkeiten der Geldwäsche beim Häuserkauf. Quelle: dpa
Grenzenloser Luxus, grenzenlose Preise...

...grenzenlose Geldwäsche? In London kommen Käufer von Luxus-Immobilien auf ihre Kosten. Eine Studie bemängeln nun die Möglichkeiten der Geldwäsche beim Häuserkauf.

(Foto: dpa)

LondonAusländische Firmen, die in Großbritannien Immobilien kaufen, sollten offenlegen müssen, wer die eigentlichen Eigentümer sind. Damit könnte das Risiko verringert werden, dass schmutziges Geld für den Kauf verwendet wird. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Transparency International UK.

Insgesamt hat Transparency International zehn Maßnahmen empfohlen, die Kriminelle davon abhalten sollen, die Gelder aus illegalen Aktivitäten durch britische Immobilien zu waschen. So sollte es eine Obergrenze für den Kauf mit Bargeld geben. Auch sollten Immobilienmakler den Hintergrund von Käufern und Verkäufern überprüfen, heißt es in der am Mittwoch vorgelegten Studie.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass die Strafverfolger lediglich ein Prozent der gesamten Geldwäscheflüsse entdecken, erklärte Transparency International. Gleichwohl hat die britische Polizei in den letzten zehn Jahren Ermittlungen bei Immobilien im Wert von über 180 Millionen Pfund (248 Millionen Euro) durchgeführt. Eine große Herausforderung dabei ist, dass viele Luxusimmobilien Firmen gehören, die in Steuerparadiesen registriert sind, die nicht offenlegen, wer die wahren Eigentümer sind. Damit wird es schwierig, illegale Investments zu identifizieren.

Die teuersten Gebäude der Welt
Wembley Stadion - White Horse Bridge
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Platz 17: Wembley Stadion, London, UK

Nach dem Abriss des alten Wembley-Stadions wurde von 2003 bis 2007 für 1,3 Milliarden Euro das Neue errichtet, in dem 90.000 Menschen Platz finden. Außerdem verfügt das Stadion einen charakteristischen 133 Meter hohen Bogen. Neben dem Camp Nou ist es das zweitgrößte Fußballstadion Europas.

TAIPEI 101
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Platz 16: Taipei 101, Taipei, Taiwan

Das Taipei Financial Center hat seinen Namen den 101 Stockwerken zu verdanken. Es gehört zu den höchsten Bürogebäuden der Welt. Der Bau kostete 1,5 Milliarden Euro, 2004 wurde das Gebäude eröffnet.

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Platz 15: The Palazzo, Las Vegas, USA

Das Hotel und Casino öffnete im Januar 2007 erstmals seine Pforten. Um die 1,5 Milliarden Euro mussten in den Bau gesteckt werden. Die beliebte Filmkulisse umfasst über 300 Zimmer und gehört mit seinen 196 Meter Höhe zu den höchsten Gebäuden der Stadt.

Quelle: A.Savin [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or FAL], via Wikimedia Commons

A visitor from mainland China takes a picture at Hong Kong's financial Central district
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Platz 14: Bank of China Tower, Hongkong, China

Die Zentrale der Bank of China (links), ein 367 Meter hoher Büroturm wurde 1990 eröffnet. Gestaltet wurde der Turm von dem Architekten Ieoh Ming Pei, der auch schon die Glaspyramide im Inneren des Louvre entwarf. Die Kosten für den Bau des Turms liegen bei 1,6 Milliarden Euro.

huGO-BildID: 31693850 Super moon is seen behind the world's tallest residential building, Princess tower in Dubai, United Arab Emirates, Sunday,
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Platz 13: Princess Tower, Dubai, UAE

Nach siebenjähriger Bauzeit bekam der Princess Tower im Juli 2012 endlich seine Krone aufgesetzt und konnte somit eröffnet werden. Er beherbergt 763 Wohnungen und gilt nach dem Burj Khalifa als das zweithöchste Gebäude Dubais. Über 1,6 Milliarden Euro mussten investiert werden.

huGO-BildID: 2540876 The $1.6 billion Bellagio Hotel on the Las Vegas Strip is seen Sunday Oct. 11, 1998. Billed as the most expensive hotel in the w
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Platz 12: Bellagio, Las Vegas, USA

Der Landschaft des Comer Sees in Italien nachempfunden, wurde die Hotelanlage Bellagio 1998 eröffnet. Es war der Hauptschauplatz der Filme Ocean’s 11 und Oceans’s 13. Neben einem Kasino gibt es hier zwei Hochzeitskapellen, den 3,2 Hektar großen See und die Via Bellagio. All das kostete 1,7 Milliarden Euro.

Inder weiht teuerstes Wohnhaus der Welt ein
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Platz 11: Antilia, Mumbai, Indien

Das teuerste „Einfamilienhaus“ der Welt. 37.000 Quadratmeter Nutzfläche, mehr als in Schloss Versailles wurden auf 27 Stockwerke aufgeteilt. Das 173 Meter hohe Haus hat neben einem Kino, hängenden Gärten und drei Hubschrauberlandeplätzen noch unzählige weitere Annehmlichkeiten. Der reichste Inder Mukesh Ambani zahlte für sein Familiendomizil 1,9 Milliarden Euro.

„Unsere Daten legen nahe, dass die Quellen ausländischer Investments für die teuersten britischen Immobilien tendenziell aus solchen Regionen der Welt stammen, die im Inland mit erheblicher Korruption im öffentlichen Dienst zu tun haben“, sagte Nick Maxwell, Leiter der Analyse bei Transparency International. Der Studie zufolge machen Investoren aus Osteuropa und Russland einen Großteil der Käufer teurer Londoner Immobilien aus.

In London gibt es 40.725 Immobilien, die ausländischen Firmen gehören. Davon haben 89 Prozent ihren Sitz in Steueroasen wie den britischen Virgin Islands, Jersey und der Isle of Man. Offshore-Gesellschaften können der Studie zufolge für 1000 Dollar in weniger als 48 Stunden gegründet werden, mitunter ohne Identitätsdokumente.

Indessen untersucht die britische National Crime Agency, weshalb eine neue Steuer von bis zu 143.750 Pfund jährlich, die Eigentümer von Luxusimmobilien zahlen, damit ihr Name geheim bleibt, im vergangenen Jahr 100 Million Pfund einbrachte - fast fünfmal mehr als erwartet.

„Großbritannien hat zweifellos beeindruckende Fortschritte zur Verbesserung der Transparenz bei Firmen gemacht”, sagte Maxwell. Gleichwohl gebe es „klare Transparenzdefizite“ bei den Immobilieninvestments geheimer Offshore-Gesellschaften.

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  • Das muss auch gesagt werden: Deutschland hinkt beim Kampf gegen die Geldwäsche internationalen Standards hinterher. Zu diesem Ergebnis kommt der jüngste Bericht der OECD-Geldwäsche-Experten, der Financial Action Task Force (FATF). Die internationale Studie kritisiert unzureichende Kontrolle von Maklern, Juwelieren und Kasinos. Das Finanzministerium gelobt Besserung. Aus dem Handelsblatt

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