Gerichtsentscheidung: Beleidigung: Makler verliert Provisionsanspruch

Gerichtsentscheidung
Beleidigung: Makler verliert Provisionsanspruch

Makler, die ihre Kunden beleidigen, verlieren unter Umständen ihren Anspruch auf Provision. Dies entschied nach Angaben des Anwalt-Suchservice das Oberlandesgericht Hamm .

HB DÜSSELDORF. Im verhandelten Fall wollte ein Ehepaar über einen Makler eine Immobilie erwerben und vereinbarte zudem, dass im Erfolgsfall eine Provision an den Makler zu zahlen ist. Das Paar und der Makler besichtigten daraufhin eine Immobilie und man war sich auch schnell handelseinig. Die Interessenten erbaten sich lediglich etwas Zeit, da sie noch mit ihrer Bank verhandeln müssten.

Sie baten zudem den Makler mehrfach um Unterlagen, da die Bank diese für die Finanzierung benötige. Doch der Makler reagierte nicht. Daraufhin rief die Ehefrau den Makler an und wiederholte ihr Anliegen. Doch letzterer reagierte frech. Er fragte sie, ob sie zu dämlich sei zu verstehen, dass es keine Unterlagen gebe. Zudem drängte er auf Einhaltung des für den nächsten Tag vereinbarten Notartermins.

Erbost ob der Beleidigung des Maklers kam das Geschäft nicht zustande. Stattdessen beauftragte das Paar einen anderen Makler. Der Kauf der Immobilie kam so schließlich doch noch zustande. Der erste Makler wollte dennoch seine Provision. Und so landete der Fall vor Gericht.

Dieses entschied zugunsten des Ehepaares. Unstreitig habe der Makler zwar Leistungen erbracht, für die normalerweise eine Provision zu zahlen sei. Doch die Beleidigung war eine schwerwiegende Pflichtverletzung gegenüber den Kunden, seinen Provisionsanspruch habe er daher verwirkt. Zudem hätten die Eheleute nur wegen des Vorfalls einen zweiten Makler eingeschaltet.

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