Gewerbeimmobilien
Immobilienboom, aber nicht für jeden!

Deutschlands Gewerbeimmobilienmarkt galt lange als wenig anfällig für die Krise. Doch langsam wächst die Angst vor dem Abschwung. Deutschland könne sich nicht von der Euro-Krise abkoppeln, sagen Experten.
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Köln.Eine ganze Weile schien es so, als werde die Euro-Krise dem deutschen Immobilienmarkt - und seinen Akteuren - eher nützen als schaden. Die Furcht vor dem Zerfall der Gemeinschaftswährung, Inflationsängste und ein extrem hohes Sicherheitsbedürfnis mache die Investition in einen klassischen Sachwert wie die Immobilie wieder besonders attraktiv, so die gängige Argumentation. Eindrücklich bestätigt wird die zunehmende Flucht ins Betongold auf den Wohnungsmärkten der deutschen Großstädte: Dort hält die hohe Nachfrage weiter an, die Kaufpreise steigen nach wie vor.

Deutlich differenzierter allerdings ist das Bild auf dem Markt für gewerbliche Objekte: Zwar zählt Deutschland zum Kreis der konjunkturell robusten europäischen Kernstaaten und gilt daher bei Immobilieninvestoren immer noch als Hort der Stabilität.

Je länger allerdings die Euro-Krise anhält, umso mehr schwant vielen Profis, dass sich Deutschland nicht auf Dauer von ihren negativen Folgen wird abkoppeln können. „Das europäische Wirtschafts- und Finanzsystem ist hochintegriert und von wechselseitigen Abhängigkeiten geprägt. Deswegen ist wohl kein Land gegen den derzeitigen Abschwung immun", schreiben etwa die Analysten von Rreef, der Immobilienfondstochter der Deutschen Bank, in ihrem aktuellen Strategiebericht.

Mit Blick auf die am Montag in München beginnende internationale Gewerbeimmobilienmesse Expo Real erwartet daher Matthias Danne, Immobilien- und Finanzvorstand der Frankfurter Dekabank, dass „die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise auf das Immobiliengeschäft wohl das wichtigste Thema der Messe" sein wird.

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Spekulationen über Großübernahmen

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