Gleichwertigkeitsklausel
Bauherrenverband warnt vor Unterschrift

Noch immer steht in vielen Bauverträgen der ungültige Passus: "Änderungen der Bauausführung, der Material- beziehungsweise Baustoffauswahl, soweit sie gleichwertig sind, bleiben vorbehalten".

Laut eines Urteils des Bundesgerichtshofs ist diese so genannte Gleichwertigkeitsklausel zwar unwirksam (Az.: VII ZR 200/04) und damit hinfällig. Dennoch sollten Bauherren Verträge, in denen diese Klausel noch steht, nicht unterschreiben. Denn Ärger ist sonst programmiert, warnt der Verband privater Bauherren (VPB).

Ursprünglich hatte diese Klausel den Sinn, dass der Bauträger einen reibungslosen Bauablauf sicherstellen konnte. Denn ging beispielsweise ein Material-Lieferant Pleite, so konnte er ohne weitere Rückfrage auf gleichwertige Produkte eines anderen Lieferanten zurückgreifen.

So weit die Theorie. In der Praxis haben manche Bauträger diese Klausel zu ihren Gunsten ausgelegt und nach Gutdünken minderwertiges Material verwandt. Und oftmals fiel das den Bauherren gar nicht auf, da diese meist Laien sind und die Unterschiede nicht erkennen.

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