Großbank übernimmt Hochaus
UBS kauft den „Skyper“

In den Markt für deutsche Gewerbeimmobilien kommt Bewegung. Alleine gestern wurden Transaktionen in Milliardenhöhe bekannt, wobei auf der Käuferseite vor allem ausländische Investoren auftraten.

pk/rrl FRANKFURT. So verkaufte die Dekabank, der zentrale Fondsdienstleister der Sparkassen und Landesbanken, ihr Prestige-Objekt „Skyper“ für über 400 Mill. Euro an eine Tochtergesellschaft der Schweizer Großbank UBS.Und die US-Bank Morgan Stanley zieht gleich zwei Immobiliendeals in Deutschland durch.

Die Dekabank hatte das Objekt „Skyper“ dem eigenen offenen Immobilienfonds im vergangenen Jahr für 472 Mill. Euro abgekauft und auf 300 Mill. Euro abgeschrieben. Nach Angaben aus Branchenkreisen wird der Buchgewinn von rund 100 Mill. Euro im laufenden Jahr als außerordentlicher Ertrag verbucht.

Der auf Deutschland konzentrierte Immobilienfonds der Deka war nach massiven Mittelabflüssen in eine Liquiditätsklemme geraten und wird seitdem über Objektverkäufe und Umschichtungen im Portfolio saniert. Im August war das Frankfurter Büro-Objekt „Alkmene“ für 100 Mill. Euro veräußert worden. Der jetzt abgegebene Büroturm „Skyper“ ist seit Herbst 2005 bezugsfertig und zu gut 60 Prozent vermietet. Der Verkauf erfolge in einem „günstigen Marktumfeld“, die Erlöse würden im Kerngeschäft rentabler eingesetzt, sagte Dekabank-Vorstand Matthias Danne.

Gestern wurden noch weitere Immobilienverkäufe bekannt. Die Axa verkauft in Deutschland 54 Immobilien mit mehr als 200 000 Quadratmetern Fläche, die hauptsächlich als Büros genutzt werden, an eine Tochter der US-Bank Morgan Stanley. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, doch Marktkreise sprechen von 300 Mill. Euro. Morgan Stanley wickelt zurzeit einen noch größeren Deal mit der Commerz Grundbesitz Invest (CGI) ab. Sie erwirbt für 529 Mill. Euro 29 deutsche Objekte aus dem CGI-Immobilienfonds Hausinvest Europa. Es handele sich zum Teil um ältere Objekte, die nicht mehr zur Strategie des Fonds passten, sagte ein CGI-Sprecher. Die Objekte stünden zu 34 Prozent leer, durch den Verkauf erhöhe sich daher die Vermietungsquote des Fonds.

Bei einem weiteren Immobiliendeal sitzt der Käufer im Inland: Es handelt sich um die IVG Immobilien AG in Bonn. Sie gab gestern den Kauf von vier Büroimmobilien in Düsseldorf, München und Stuttgart mit 66 000 Quadratmetern für 190 Mill. Euro bekannt und fügte hinzu, 88 Prozent der Fläche sei langfristig vermietet. Verkäuferin ist die Difa Deutsche Immobilien Fonds AG, die zum Verbund der Volks- und Raiffeisenbanken gehört.

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