Großbritannien
Kursverluste beim Start in London

Die Euphorie im Vereinigten Königreich währte nur ein paar Tage: Kaum war Anfang Januar das britische Reit-Gesetz in Kraft getreten und kaum dass sich die ersten Immobiliengesellschaften auf der Insel in Reits umgewandelt hatten, da gingen ihre Börsenkurse auf schon auf Tauchfahrt.

DÜSSELDORF. Aktienanalysten und Fondsmanager waren nicht überrascht. Morgan Stanleys Betongoldexperte Martin Allen hatte bereits im vergangenen Jahr gewarnt, britische Immobilienaktien dürften Kursverluste erleiden, sobald die Reit-Umwandlung möglich werde: „Spekulanten werden dann ihre Ge-winne mitnehmen.“

Ähnliches geahnt hatte auch Stefan Leibold, Manager des vom Bankhaus Ellwanger & Geiger aufgelegten Immobilienaktienfonds Europa: „Wir hatten bereits 2006 angefan-gen, britische Werte unterzugewich-ten.“ Ein weiser Entschluss: Weil die UK-Reits im Januar Kursverluste von teilweise mehr als fünf Prozent verzeichneten, fiel der Europa-Immobilienindex von Global Property Research im ersten Monat des Jahres um 1,2 Prozent. Leibolds E&G-Fonds hingegen lag im Januar mit 2,64 Prozent im Plus.

Im Wettlauf mit Deutschland hat Großbritannien sein Reit-Gesetz zwar deutlich schneller auf den Weg gebracht. Perfekt ist das Werk der britischen Legislative jedoch offenbar nicht. Bereits Anfang Februar berichteten Tageszeitungen auf der Insel, Finanzminister Gordon Brown plane erste Gesetzesänderungen, um den Reit-Markt zu erweitern. Bisher haben sich nur neun Immobiliengesellschaften in einen Trust verwandelt – weil viele Gesellschaften das Gesetz eher als Hürde für künftige Investments, denn als Hilfe sehen. Die britische Regierung hatte erwartet, dass in kurzer Zeit mehr als 50 Reits an die Börse gehen könnten. hai


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