Großinvestoren lagern Asset Management aus
Gefragt sind Manager, keine Verwalter

Ob australische Pensionskasse, britischer Private Equity Fonds oder israelischer Privatinvestor: deutsche Immobilien sind bei internationalen Anlegern gefragt. Bei aller Unterschiedlichkeit in ihrer jeweiligen strategischen Ausrichtung haben doch fast alle Investoren eines gemeinsam: Sie überlassen das Management ihrer neu erworbenen Bürogebäude, Shoppingcenter oder Wohnungsbestände gern externen Partnern.

HB DÜSSELDORF. "Versicherungsgesellschaften, Pensionskassen, Fonds, aber auch die Management-Gesellschaften großer Familienvermögen wollen und können nicht in jedem Land und für jede Anlageklasse Spezialisten vorhalten", erklärt Stefanie Leiter, Geschäftsführerin von DTZ Asset Management Deutschland, die Motive der Großanleger. Gesucht werden externe Berater, die im Sinne und nach den Vorgaben des Eigentümers selbständig das Management von Objekten und Portfolien übernehmen. "Asset Management" heißt das neue Geschäftsfeld, doch das steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. "Ausländische Investoren suchen dringend nach deutschen Partnern", sagt Stefanie Leiter. Sie führt erst seit kurzem die neu gegründete Asset Management-Gesellschaft des internationalen Immobilienberaters DTZ mit Sitz in München. Zuvor stand sie in Diensten der Goldman Sachs-Tochter und restrukturierte dort große Immobilien-Portfolien, darunter das GSW-Wohnungsportfolio in Berlin.

Der neudeutsche Begriff Asset Management umschreibt mehr als das reine Verwalten von Immobilienbeständen. Während es dabei in der Hauptsache um Werterhaltung geht, sieht der Asset Manager seine Aufgabe darin, den Wert eines Objektes oder Portfolios zu steigern - ganz im Sinne der gewandelten Anlagestrategie internationaler Investoren. "Ihnen geht es zum einen um den gesicherten Cash-flow, zum anderen wollen sie zum richtigen Zeitpunkt Kasse machen", sagt Oliver Priggemeyer, Sprecher der Geschäftsführung der EPM Assetis in Frankfurt. Mit mehr als zehn Mrd. Euro "Asset under Management" gehört das Gemeinschaftsunternehmen der Bilfinger Berger-Gruppe und der Westdeutschen Immobilien Bank zu den deutschen Marktführern.

Das Aufgabengebiet der Berater ist weit gesteckt: Es beginnt mit der Begleitung bei der Akquisition geeigneter Immobilienbestände, erstreckt sich über die gesamte Haltedauer des Investments und endet erst mit dem möglichst lukrativen Wiederverkauf der Objekte. Der ist auch für die Berater das Maß der Dinge. Je höher nämlich der Gewinn beim Wiederverkauf, desto höher fällt auch die Erfolgsprämie für den Asset Manager aus - und sie macht einen erklecklichen Teil seines Honorars aus.

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