Großprojekt in der Düsseldorfer Innenstadt
Banken spannen Kö-Bogen

Ein Konsortium aus fünf Banken stellt die Finanzierung für Düsseldorfs Renommierprojekt - den Kö-Bogen. Jetzt könnte es eigentlich losgehen. Doch ganz so einfach ist die Sache dann doch nicht.

DÜSSELDORF. Die Mitglieder des Düsseldorfer Stadtrates werden ganz entspannt in den Mai tanzen können. Denn auf der heutigen Ratssitzung wird Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) überraschend verkünden, dass die Finanzierung für das Düsseldorfer "Jahrhundertprojekt" Kö-Bogen steht. Bis zuletzt war befürchtet worden, dass Investor Die Developer die geforderte Bankbürgschaft über 120 Mio. Euro nicht bekommen würde. Die Bürgschaft ist die Voraussetzung, um das 300 Mio. Euro teure Vorhaben anschieben zu können.

Nun könnten die Vertragsparteien den notariellen Kaufvertrag für das 50 Mio. Euro teure, innerstädtische Filetgrundstück am Jan-Wellem-Platz eigentlich unterzeichnen: die Stadt Düsseldorf als Verkäuferin und die Projektentwicklungsgesellschaft Die Developer, ein Beteiligungsunternehmen des Bremer Immobilienunternehmens Zech Gruppe, als Käuferin.

Doch ganz so einfach ist es nicht: Zwar teilten Oberbürgermeister Elbers, Developer-Chef Stefan Mühling und Kurt Zech, Geschäftsführer der Zech Gruppe gestern in Düsseldorf mit, dass sie sich mit einem von der Hypovereinsbank (HVB) geführten Konsortium aus fünf Banken über die Übernahme der Bürgschaft und die Finanzierung geeinigt haben. Allerdings fehlten noch die erforderlichen Gremienbeschlüsse der einzelnen Banken. Diese würden bis spätestens Mitte Juni vorliegen, versicherten Mühling und Zech. Zum Konsortium gehören neben der HVB die WGZ-Bank, die Westdeutsche Immobilienbank, die Landesbank Berlin und die Stadtsparkasse Düsseldorf.

Für die Stadt ist dies fürs erste eine gute Nachricht. Wäre die Finanzierung gescheitert, hätte die Stadt wieder mit leeren Händen dagestanden. Denn Investoren für das seit Jahren geplante Renommierprojekt standen nicht gerade Schlange: Bei der gesetzlich vorgeschriebenen europaweiten Ausschreibung, die über den Jahreswechsel 2008/09 erfolgte, blieb das Düsseldorfer Unternehmen Die Developer am Ende als einziger Interessent übrig. Immerhin: Der Projektentwickler, dessen Chef Stefan Mühling zu 25 Prozent selbst am Unternehmen beteiligt ist, kann mit einem großen Namen aufwarten: Der Entwurf für die Bebauung des Kö-Bogens stammt aus der Feder des renommierten New Yorker Architekten Daniel Libeskind. Dessen prominentestes Projekt ist derzeit der "Freedom Tower" auf dem Ground Zero-Gelände in Manhattan.

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