Großprojekt
New York investiert Milliarden in seine Uferfront

Trotz einer Uferlinie von 930 Kilometern gibt es in New York kaum Uferpromenaden oder Wohnanlagen am Wasser. Die Stadt will daher in den kommenden drei Jahren kräftig in den Ausbau der Wasserlagen investieren.
  • 0

New YorkNew York liegt am Meer. Nur sehen kann man dies kaum. Bewohner und Besucher schauen vor allem auf Industriebrachen und in Schmuddelecken. Jetzt investiert die Stadt entlang des Wassers Milliarden in neue Wohngebiete.

"New York hat mehr Meilen am Wasser als Seattle, San Francisco, Chicago und Portland zusammen", erklärt New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg. "Aber jahrzehntelang wurden viel zu viele Viertel vom Wasser abgeschnitten." 930 Kilometer beträgt die Wasserlinie entlang der Zentrumsinsel Manhattan und den angrenzenden Stadtteilen, die entweder am East River oder am Hudson River oder am Atlantik liegen.

Während man in Hamburg links und rechts der Landungsbrücken kilometerweit am Wasser flanieren kann, fehlt eine vergleichbare Uferpromenade in New York. Viele Flecken der Stadt, die am Wasser liegen, sind heruntergekommen, oder das Wasser ist schlicht nicht zugänglich, weil durch Ödland oder Industriebrachen abgetrennt. Und schmutzig ist es oft auch - sowohl an Land wie auch im Wasser.

Das soll anders werden: Insgesamt 3,3 Milliarden Dollar steckt die Stadt in den kommenden drei Jahren in die Entwicklung seiner Wasserlagen - insbesondere in die äußeren Stadtbezirke rund um die Insel Manhattan. Also in Brooklyn, Queens, Staaten Island und der Bronx (siehe Karte). Dort, wo New York derber - und ärmer - ist als in der Glitzerwelt des Finanzzentrums. "Vision 2020" heißt das Programm, das auf zehn Jahre angelegt ist und insgesamt 130 Einzelprojekte beinhaltet.

Fließen wird das Geld in neue Parkanlagen, in Wohngebiete am Wasser, ein Großteil aber in den Umweltschutz, etwa in die Wasseraufbereitung. Erklärtes Ziel ist zudem, dass Wohnungen auch für ärmere New Yorker erschwinglich bleiben. So werden in Hunter's Point South in Queens 900 neue Einheiten entstehen, überwiegend für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen, subventioniert von der Stadt.

Seite 1:

New York investiert Milliarden in seine Uferfront

Seite 2:

Neuer Fährservice soll Entwicklungschancen erhöhen

Kommentare zu " Großprojekt: New York investiert Milliarden in seine Uferfront"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%