Grundlage ist eine EU-Richtlinie
Energieausweis nimmt Formen an

Die Bundesregierung hat die Grundlage dafür geschaffen, dass künftig für alle Häuser und Wohnungen, bei denen der Besitzer oder der Mieter wechselt, ein Energieausweis ausgestellt werden muss.

HB BERLIN. Der Gesetzentwurf, der eine entsprechende EU-Richtlinie umsetzt, wurde am Donnerstagabend in den Bundestag eingebracht. Bislang ist der Ausweis, der über die Energiekosten eines Gebäudes informiert, nur für Neubauten und grundlegend sanierte Häuser vorgeschrieben.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbauministerium, Achim Großmann (SPD), erklärte, durch den Energieausweis werde die Information von Käufern und Mietern spürbar verbessert. Daher setze man auch darauf, dass die Besitzer von älteren Gebäuden dadurch zu einer Energie sparenden Modernisierung motiviert werden.

Die Opposition äußerte trotz grundsätzlicher Zustimmung einige Bedenken. Der CDU-Abgeordnete Thomas Dörflinger monierte, die Bundesregierung gehe mit ihrem Gesetzentwurf über die Vorgaben der EU-Richtlinie hinaus. Angelika Brunkhorst, Sprecherin für erneuerbare Energien in der FDP-Fraktion, mahnte, der Energiepass dürfe „kein monströser, ins Detail gehender, restriktiver Ausweis“ werden.

Anlass ist eine EU-Richtlinie, nach der von 2006 an für jedes der 17 Millionen Häuser in Deutschland ein Energieausweis ausgestellt werden muss. Je nach Interessenlage und Datenbasis des Passes rechnen die Beteiligten mit Kosten von 15 bis 1 000 Euro je Haus.

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