Hamburg gilt als die Nummer eins unter den fünf deutschen Immobilienhochburgen – Mietniveau bleibt weiterhin moderat
Rege Nachfrage nach Büroflächen an der Alster

Mit einer überraschend hohen Zahl neu vermieteter Büroflächen gilt Hamburg als Hoffnungsträger unter den hiesigen Immobilienmärkten. In der Hansestadt wurde mit rund 445 000 Quadratmetern (qm) neu vermieteter Fläche das drittbeste Vermietungsergebnis nach den Boomjahren 1999 und 2 000 erreicht.

HB DÜSSELDORF. „Es läuft gut hier an der Elbe“, sagt Raymond Buchholz, Chef der Abteilung Bürovermietung im Hamburger Büro von Immobilienberater Jones Lang Lasalle. Das wirtschaftliche Klima sei hoch im Norden offenbar besser als anderswo, wie unter anderem die hohe Zahl an Firmengründungen zeige. „Die Parameter stimmen, bei uns herrscht daher weitgehend Optimismus.“

Auch Marcus Zorn, Hamburger Niederlassungsleiter des internationalen Maklers und Beraters Atisreal, führt das gute Vermietungsergebnis des vergangenen Jahres auf die vergleichsweise stabile konjunkturelle Situation der Stadt und ihren gesunden Branchenmix zurück. „In Hamburg gibt es keine Branche, die die Nachfrage nach Büroflächen eindeutig dominieren würde, wie dies etwa in Frankfurt der Fall ist.“

Tatsächlich belegen Unternehmen aus der IT- und Kommunikationstechnikbranche mit gerade 16 Prozent schon den ersten Platz im Ranking der wichtigsten Mietergruppe. Zum Vergleich: In Frankfurt am Main entfällt ein gutes Viertel aller Bürovermietungen auf Banken und Finanzdienstleister, in der Hansestadt trugen diese im vergangenen Jahr lediglich 13 Prozent zum Vermietungsergebnis bei. Noch dazu war dies allein Folge einer Großanmietung durch die Hamburger Sparkasse (Haspa): Sie mietete allein fast 45 000 qm Fläche an, eine Geschäft, das auch in einer Metropole wie Hamburg nicht alltäglich ist, wie JLL-Vermietungsprofi Buchholz einräumt. „Man kann nicht davon ausgehen, dass dies jedes Jahr wieder passiert, wir gehen auf Grund der positiven Stimmung aber davon aus, dass auch 2005 wieder rund 400 000 qm Bürofläche vermietet werden.“

Trotz der überaus hohen Mietnachfrage stieg die Zahl der leer stehenden Büros auch an der Elbe weiter an. Aktuell haben Interessenten – theoretisch – die Wahl unter 916 000 qm Fläche, die binnen drei Monaten bezugsfertig sind. „Allerdings ist darunter auch ein hoher Anteil von Altflächen, die entweder von Grund auf saniert oder aber komplett umgenutzt werden müssten“, versucht Buchholz zu relativieren.

Seite 1:

Rege Nachfrage nach Büroflächen an der Alster

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%