HB-Jahrestagung
Steuerliche Förderung für Wohnungsbau im Gespräch

Vor allem in den Metropolen Deutschlands ziehen die Wohnpreise und -mieten kräftig an. Auf der Handelsblatt-Jahrestagung der Immobilienwirtschaft wird der Ruf nach Anreizen des Staates lauter.
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HamburgDie Regierungskoalition aus CDU und SPD spricht über Möglichkeiten, Wohnungsbau steuerlich zu fördern. „Wenn wir sozialen Wohnraum wollen, brauchen wir steuerliche Anreize“ sagte Florian Pronold, Parlamentarischer Staatsekretär im Bundesbauministerium (SPD), auf der 22. Handelsblatt-Jahrestagung Immobilienwirtschaft 2015 in Hamburg. Zu Details wollte er sich noch nicht äußern. Ihm schwebt eine „begrenzte steuerliche Förderung für bestimmte Konzepte und Regionen“ vor. 

Dahinter steht die Erkenntnis Pronolds, „dass insbesondere in den Metropolen der Trend zum Leben in der Stadt zu dramatischen Entwicklungen auf den Wohnungsmärkten geführt hat“. In diesem Jahr werden nach seinen Worten 280.000 Wohnungen in Deutschland fertiggestellt. Doch das Land steht vor der Herausforderung Wohnraum für eine steigende Zahl von Zuwanderern und Flüchtlingen zu bieten.

Bundesbank erkennt Anzeichen einer Blase

Die Wohnungsknappheit in Ballungsgebieten hat dort zu stark steigenden Wohnungsmieten und -preisen geführt. So stellen die Marktforscher von Empirica im ersten Quartal 2015 ein Preisanstieg von 2,5 Prozent von Eigentumswohnungen gegenüber dem Vorquartal und 6,7 Prozent im Jahresvergleich fest. Die Mieten kletterten um 2,1 gegenüber dem vierten Quartal 2014 und 4,1 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal.

Die Bundesbank hatte in den vergangenen Monaten wiederholt von Anzeichen einer Blase gesprochen. Soweit geht Michael Meister, Staatssekretär im Finanzministeriums (CDU) nicht. „Anzeichen sind noch keine Blase. Wir gehen bisher davon aus, dass wir keine Blasenbildung haben“, sagte er in Hamburg und versprach gleichzeitig die weitere Entwicklung aufmerksam zu beobachten. Die geschieht unter anderem im Finanzstabilitätsrat, in dem die Bundesregierung, die Finanzaufsicht Bafin und die Bundesbank vertreten sind. Meister forderte mehr Kompetenzen für den Stabilitätsrat, um bei Fehlentwicklungen eingreifen zu können.

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