Hitzeperiode
Klimageräte kühlen manchmal teuer

Es wird wärmer in Deutschland. In den zurückliegenden sechs Jahren lagen die Temperaturen über den langjährigen Mittelwerten. Die Folge: Immer mehr Menschen leiden unter der Hitze und setzen Klimageräte in den eigenen vier Wänden ein.

HB NÜRNBERG. Einteilige, mobile Klimageräte werden vor allem zur Kühlung von kleineren Räumen eingesetzt. Ihre Montage ist denkbar einfach: Nur den Stecker in die Steckdose stecken und den Schlauch zum Ableiten der Warmluft durch ein gekipptes Fenster oder eine Tür nach draußen führen. Nachteil: Durch das geöffnete Fenster dringt gleichzeitig warme Luft ins Zimmer. Dadurch nimmt die Kühlleistung ab, und der Stromverbrauch ist hoch, wie Experten des Immobilienportals Immowelt.de erklären. Lüfter und Kompressor arbeiteten zudem sehr laut.

Zweiteilige Klimaanlagen bestehen deshalb aus einem Innen- und einem Außengerät, das auf dem Balkon aufgestellt oder an der Fassade aufgehängt wird. Die Fenster können geschlossen bleiben, da beide Teile durch eine Leitung, die durch das Mauerwerk geführt wird, verbunden sind. Ein weiterer Vorteil: Geräusche sind bei einer solchen Anlage kaum zu hören, da sich der Kompressor im Freien befindet. Allerdings müssen diese Geräte vom Fachmann installiert werden.

Ein durchschnittlich großes Raumklimagerät verursacht rund 100 Euro Stromkosten im Jahr. Beim Kauf sollten Hitzegeplagte daher zu einem Gerät der höchsten Energie-Effizienzklasse greifen, empfehlen die Experten. Denn ein Gerät der Klasse A benötigt zehn bis 15 Prozent weniger Strom als ein Gerät der Klasse C. Aber auch ohne Klimagerät kann eine angenehme Raumtemperatur erhalten werden. Die Experten raten, die Fenster während des Tages gezielt zu beschatten und geschlossen zu halten. Gelüftet wird morgens oder in der Nacht. Auch der altbewährte Ventilator kann das Raumklima verbessern. Sein Stromverbrauch ist, je nach Gerät, mit dem einer 40- bis 60 Watt-Glühlampe vergleichbar.

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