Hochhäuser in Frankfurt
Mehr Raum für neue Spitzenplätze

Seine Spitzenplätze feiert Frankfurt jedes Jahr, seine Höhepunkte sind ein Fest. Zum Wolkenkratzer-Festival strömten Mitte Mai zum vierten Mal Zehntausende Besucher. Sie konnten die 15 höchsten Türme Mainhattans erklimmen, sie mit Zeppelin und Heißluftballon umrunden oder Fassadenkletterern und Basejumpern zuschauen. Geht es nach den Stadtplanern, sollen bald noch mehr Hochhäuser die Skyline bereichern.

HB FRANKFURT. Als Leitbild gilt, "Hochhäuser in Gruppen oder Pulks zusammenzufassen", sagt Dieter von Lüpke, Leiter des Stadtplanungsamts. Zwar sei die Fortschreibung des Hochhausentwicklungsplans 2000 noch nicht abgeschlossen. Das Stadtplanungsamt hat beim Architekten Jochem Jourdan einen neuen Hochhausrahmenplan in Auftrag gegen. Wie auf der Gewerbeimmobilienmesse Mipim in Cannes im März publik wurde, sind darin Standorte an der Messe und im Bankenviertel aufgeführt, an denen über ein Dutzend neue Hochhäuser gebaut werden könnten.

Lautete eine Regel der bisherigen Turmpolitik, den Stadtkern hochhausfrei zu halten, ist dieser Vorsatz bereits mit dem im Bau befindlichen Einkaufszentrum Frankfurt HochVier an der Zeil durchbrochen worden. Das Ensemble, das bis Herbst 2008 fertiggestellt wird, wächst beträchtlich in die Breite, aber auch in die Höhe. Während die Einzelhandelswelt flach bleibt, kommen in zwei Türme von etwa 80 und 120 Metern ein Hotel und Büros. Die neuen Planungen sehen in deren Nachbarschaft zwei weitere Hochhausstandorte vor und damit einen neuen Pulk.

Die neuen Hochhauspläne sind nicht unumstritten. Kritik äußern Immobilienfonds und Makler. Sie befürchten, dass die Mieten und Renditen ihrer bestehenden Objekte sinken, wenn sich das Flächenangebot in der Stadt vergrößert. Schließlich weist Frankfurt eine hohe Leerstandsquote bei Büroimmobilien auf. Laut Office Market Report 2007 von Atisreal liegt sie bei rund 16 Prozent. Allerdings ist der hohe Leerstand differenziert zu betrachten, sagt Oliver Obert, Frankfurter Niederlassungsleiter des Maklerbüros Jones Lang LaSalle: "Leerstand ist nicht gleich Leerstand." In den Bestlagen im Bankenviertel herrsche Angebotsmangel, die verfügbaren Flächen reichten noch für ein Jahr. Im Westend sehe es nicht viel besser aus. Neben Banken, Finanzdienstleistern und Beratungsgesellschaften kommen nun auch Private-Equity-Firmen als Nachfrager.

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