Hohe Abwertungen
CA Immo-Gruppe schreibt rote Zahlen

Die österreichische CA Immo-Gruppe ist im ersten Halbjahr wegen hoher Abwertungen auf ihre Immobilien in Ost- und Südosteuropa tief in die Verlustzone gerutscht. Ein stabiles Umfeld könnte im zweiten Halbjahr jedoch ein besseres Ergebnis bringen.
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HB WIEN. Die Mutter CA Immo schrieb nach eigenen Angaben vom Donnerstag im Zeitraum von Januar bis Juni einen Verlust von 56,2 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 6,6 Mio. in der Vorjahresperiode. Ihre Immobilien mit einem Marktwert von knapp 3,7 Mrd. Euro hat die CA Immo um weitere 98 Mio. Euro abgewertet.

Dies liegt vor allem an der Tochter CA Immo International. Die vorwiegend in Osteuropa engagierte Tochter kämpft in der von der Rezession geplagten Region mit rückläufigen Mieten und sinkenden Immobilienpreisen. Der Verlust betrug 80,8 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 9,6 Mio. in der Vorjahresperiode. Das Portfolio in Ost- und Südosteuropa wurde um 102,9 Mio. Euro abgewertet.

Die CA Immo-Gruppe ist eines der großen Immobilienunternehmen Österreichs. Die Hälfte ihres Bestandes liegt in Deutschland, hauptsächlich die ehemaligen Objekte der Deutschen Bahn-Tochter Vivico. Ein Viertel entfällt auf Osteuropa, ein Viertel auf das Inland. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Talsohle erreicht sein könnte und bei stabilem Marktumfeld im zweiten Halbjahr keine Abwertungen mehr notwendig sein sollten. Dann könnte mit einem besseren Ergebnis gerechnet werden, hieß es in der Mitteilung.

Auch andere österreichische Immobilienunternehmen bekommen die schwierige Marktlage zu spüren. Atrium, Eco Business, conwert fuhren zum Halbjahr auch Verluste infolge von Abwertungen ein. CA Immo-Aktien notierten zuletzt 8,53 Euro, CA Immo International mit 5,10 Euro. Beide Titel haben seit Jahresbeginn ihren Wert verdoppelt beziehungsweise fast verdoppelt, was in etwa dem Durchschnitt des Sektors entspricht.

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