Hohe Kapitalbindung begrenzt finanziellen Spielraum – Im Ruhestand empfehlen Berater den Umzug in die Stadt
Deutsche kaufen zu große Eigenheime

Wenn es um die Altersvorsorge geht, sind für die Deutschen die eigenen vier Wände erste Wahl. Das wird Expertenprognosen zufolge auch so bleiben.

DÜSSELDORF. Eine Studie der Empirica AG im Auftrag der LBS über „Neue Erwerbertypen am Wohnungsmarkt“ stellt klar heraus: „Die Vermögensbildung in Form von Wohneigentum wird zunehmend an Bedeutung gewinnen.“

Bislang gilt dabei die Devise, dass ein Eigenheim eher ein paar Quadratmeter mehr als einen zu wenig haben darf. Peter Edinger, Baufinanzierungsberater aus Bielefeld, stellt in seinen Kundengesprächen immer wieder dieses Verhaltensmuster fest: „Es wird auf Vorrat und damit zu groß gebaut oder gekauft.“

Dabei denkt kaum ein Bauherr beziehungsweise Erwerber in diesem Zusammenhang daran, dass dadurch unnötig Kapital gebunden wird. „Wenn für die zunächst nicht benötigten Flächen Miete gezahlt werden müsste, würde die Entscheidung anders ausfallen“, ist Edinger sicher. Daher plädiert er für eine bedarfsgerechte Immobilie.

Diesen Weg verfolgt offenbar die neue Generation von Altersvorsorgern. Sie will zwar im Alter mietfrei wohnen, sich aber bis dahin finanziell nicht höher belasten als nötig. Das Motto lautet: Die Immobilie soll zum Lebensabschnitt passen – und nicht umgekehrt. Ist der Ruhestand erreicht, spricht das eher für die Wohnung in der Stadt denn für den Bungalow am Stadtrand.

Folge: Das Nachfragepotenzial für seniorengerechten Wohnraum wächst permanent, weil die Menschen in Deutschland immer älter werden. Analysten der Deutschen Bank haben errechnet, dass die Zahl der Menschen, die älter als 65 Jahre sind, bis zum Jahr 2040 um 70 Prozent steigt.

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