Hohe Wachstumsraten
Europas Logistik-Markt wächst zusammen

Die Handelsströme innerhalb Europas wachsen. Für das laufende Jahr prognostiziert die Welthandelsorganisation WTO eine Zunahme des europäischen Handels um sieben Prozent. Davon profitiert auch der Logistiksektor, der bereits seit Jahren überdurchschnittliche Wachstumsraten aufweist.

HB DÜSSELDORF. Entsprechend steigt der Bedarf an Flächen, die den besonderen Ansprüchen jener Unternehmen gerecht werden, die sich auf die Konfektionierung, Verteilung und den Transport von Waren spezialisiert haben. "Mit den sich wandelnden Anforderungen an die Branche gewinnt auch der Markt für Logisitikimmobilien an Bedeutung", sagt Marcus Cieleback, Research-Leiter für den Bereich Immobilien bei der Eurohypo AG in Eschborn. So haben sich in der Folge globalisierter Warenströme Logistiker längst zu international agierenden Unternehmen entwickelt. Sie erwarten weltweit einheitliche Standards bei Logistikimmobilien, schreibt Cieleback in einer aktuellen Studie zum europäischen Logistikmarkt. Gewinner unter den Logistikimmobilien seien daher große Zentrallager in der Nähe von Autobahnkreuzen, Flug- und Containerhäfen.

Dennoch weisen die nationalen Märkte für Lager- und Distributionsflächen Unterschiede auf. So gilt Großbritannien als der europaweit am weitesten entwickelte Markt mit der höchsten Liquidität. Hier ist die Quote eigengenutzter Flächen, also solcher Flächen, die vom Logistiker selbst errichtet und genutzt werden, deutlich niedriger als in den übrigen EU-Ländern. In Deutschland etwa entfallen noch schätzungsweise 70 Prozent aller Entwicklungsmaßnahmen auf eigengenutzte Objekte und nur 30 Prozent auf Mietmodelle.

Entsprechend dynamischer ist in Großbritannien der Handel mit Logistikimmobilien. Weil Unternehmen ihre zuvor eigengenutzten Flächen verkaufen, um sie gleich wieder zurück zu mieten (Sale-and-lease-back), oder Mieter sich von Spezialisten maßgeschneiderte Objekte bauen lassen (Build-to-suit), ist das Transaktionsvolumen auf dem britischen Investmentmarkt für Distributionsflächen besonders hoch. Nach Angaben des Immobilienberaters Jones Lang Lasalle entfielen in den vergangenen Jahren jeweils mehr als 50 Prozent des europäischen Investmentumsatzes an Logistikobjekten auf Großbritannien. Erst danach folgen Deutschland, Schweden und die Niederlande.

Spitze indes ist Deutschland beim Flächenabsatz: Rund 2,7 Mill. Quadratmeter Lager- und Logistikfläche wurden 2005 vemietet oder verkauft, mehr als überall sonst in Europa.

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