Hotel "Unter den Linden": Filetstück in Berlin-Mitte wird bebaut

Hotel "Unter den Linden"
Filetstück in Berlin-Mitte wird bebaut

Bis zum Jahr 2008 wird eine der bekanntesten Berliner Adressen, die Kreuzung Friedrichstraße/Unter den Linden, voll bebaut sein. Meag Munich Ergo Asset Management GmbH will dort einen Neubau errichten. Einbezogen wird die letzte noch freie Fläche, auf der das im Krieg zerstörte Café Victoria stand. Das Hotel "Unter den Linden" wird abgerissen.

HB BERLIN. Das 6 000 Quadratmeter (qm) große Areal hatte die Meag im Jahr 2002 vom Liegenschaftsfonds Berlin und der Deutschen Interhotel erworben. Der Bodenrichtwert für diese 1A-Lage wird im Bodenrichtwertatlas 2005 mit 15 000 Euro pro qm angegeben. Geplant ist ein Ensemble von drei Gebäuden: Neben Büros, die etwa die Hälfte der rund 40 000 qm Fläche einnehmen werden, sollen 30 Prozent der Fläche für Einzelhändler reserviert bleiben, auf 8 000 qm entstehen Wohnungen.

"Dies ist ein Premium-Produkt in einer Premium-Lage", wirbt Meag-Geschäftsführer Knut Riesmeier für sein Projekt. Bürohöchstmieten in Berliner 1A-Lagen liegen nach Makler-Angaben bei etwa 20 Euro pro qm, Mieten für Einzelhandelsflächen bei 170 Euro pro qm. Hannelore Cobet, Expertin für Einzelhandel in internationalen Premium-Lagen, bestätigt das Potenzial des Standorts: "Er hat einen national und international hohen Wiedererkennungswert", sagt die Geschäftsführerin des internationalen Maklerunternehmens Savills.

Einwände gegen das Projekt gab es vom Bezirk Mitte, der sich lange gegen das Projekt wehrte, aber auch von Senatsbaudirektor Hans Stimmann. Vor allem die drei geplanten Innenhöfe seien zu eng und zu dunkel, auch stieß die ursprüngliche Gebäudehöhe von 30 Metern auf Kritik. Nun wird die Traufhöhe von 21 Metern eingehalten, auch wird es nur einen Hof geben. Die Blockrandbebauung mit Arkaden wird bis an die Fahrbahn der Friedrichstraße geführt und so der historische Stadtgrundriss von vor 1945 wieder hergestellt.

Projektentwickler ist die Hines Immobilien GmbH, die Bausumme soll 200 Mill. Euro betragen. ken

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