HSBC-Studie: Noch mehr Spanier werden ihre Immobilien nicht abbezahlen

HSBC-Studie
Noch mehr Spanier werden ihre Immobilien nicht abbezahlen

Hohe Arbeitslosigkeit und eine schwache Konjunktur werden laut HSBC dafür sorgen, dass noch mehr Spanier ihre Immobilienkredite nicht abbezahlen werden. Doch die Bank sieht Spanien noch nicht unterm Rettungsschirm.
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FrankfurtDie Probleme am Immobilienmarkt werden nach Einschätzung der Bank HSBC Trinkaus auch 2013 die Achillesferse der spanischen Wirtschaft bleiben. Chefvolkswirt Stefan Schilbe geht davon aus, dass das südeuropäische Land in der Rezession steckenbleiben wird. Allerdings sieht er Hoffnungsschimmer im „späten zweiten Halbjahr“.

Wegen der hohen Arbeitslosigkeit dürfte der Anteil der Spanier, die ihre Immobilienkredite nicht zurückzahlen könnten, nochmals steigen, sagte Schilbe am Dienstag bei einem Pressegespräch in Frankfurt. Dadurch werde auch das Dilemma der ohnehin angeschlagenen Banken verstärkt. Eine Ankurbelung des Kreditgeschäfts sei nicht zu erwarten, da die unausgelasteten Unternehmen keinen Bedarf und die privaten Haushalte keine Möglichkeiten hätten.

Die Preise für spanische Immobilien dürften dem Volkswirt zufolge in den kommenden Monaten weiter sinken. „Die Immobilienpreise sind von ihrem Höhepunkt erst um etwa 30 Prozent gefallen“, sagte der Experte. Er verglich die Lage mit den USA. Dort seien die Häuserpreise um mehr als 50 Prozent abgesackt, bevor sich eine Stabilisierung abgezeichnet habe.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Spanien einen Hilfsantrag beim europäischen Rettungsfonds stellen muss, sieht Schilbe dank der für Anleihenkäufe bereitstehenden Europäischen Zentralbank derzeit relativ gering. „Voraussetzung, dass Spanien es schafft, ist aber, dass der Reformprozess fortgesetzt wird“, erklärte der Volkswirt. „Wenn sie so weitermachen wie bisher, dann kann ich mir eine Belebung der Wirtschaft gegen Ende des Jahres vorstellen.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ich habe einige Infografiken hergestellt, die die Entwicklung der spanischen Immobilienpreise zeigen. Basierend auf Daten aus der INE (Instituto Nacional de Estadistica).

    Die Preisentwicklung für neue und gebrauchte Häuser wird gezeigt und man kann auch sehen, in welchen Regionen die Preise am meisten gefallen sind.

    Hier ist der Link:

    http://www.affidata.de/sh/immobilien-kaufen/immobilienpreise-spanien-immobilienmarkt-spanien

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