Hufeisen-Ensemble
Berlin revitalisiert den Alex

Klirrend kalt ist es am Alex. Aber Bauarbeiter trotzen der Kälte, um dem unwirtlichen Alexanderplatz endlich ein attraktiveres Antlitz zu geben. Sie verlegen seit Februar gelbe Granitplatten und Mosaikpflaster, damit bis zur Fußball-Weltmeisterschaft schon der nördliche Teil hübsch aussieht.

HB BERLIN. Brunnen, eine Weltzeituhr, neue Beleuchtungen und Sitztreppen sollen zum Verweilen einladen. Es passiert auch sonst viel, um wieder hauptstädtisches Leben auf dem Platz pulsieren zu lassen.

Neu gestaltet wird der Alexanderplatz vor dem Hotel Park Inn, dessen Fassade komplett saniert worden ist, und vor dem Kaufhaus Galeria Kaufhof, das im Mai eröffnen wird. Das einstige Centrum-Warenhaus befindet sich in der letzten Sanierungs- und Ausbauphase. Die Fassade wurde 25 Meter vorverlegt, so dass der Alexanderplatz an dieser Seite schon etwas enger gefasst ist.

Eng ist gemütlich, lautet das Motto des seit sechs Jahren gültigen Bebauungsplanes. Hufeisenförmig sollen zehn achtgeschossige Bauten den Alexanderplatz einrahmen. Die Größe des ehemaligen, zugigen Parade- und Exerzierplatzes soll so auf ein menschenverträgliches Maß sinken – und den Fußgängern gehören. Belebt von einer vielfältigen Mischung aus Einzelhandel, Restaurants, Hotels, kulturellen Einrichtungen, Dienstleistern, Büros und Wohnungen. Der Bau der Infrastruktur, darunter einer zweiten Straßenbahnlinie, läuft auf Hochtouren.

Anfang März gab es einen weite-ren Startschuss: Die TLG Immobilien aus Berlin begann an der Nord-West-Ecke des Platzes mit dem Abriss eines Plattenbaus. Ab Oktober soll hier ein achtgeschossiges, 36 Meter hohes Büro- und Verwaltungsgebäude mit 25 000 Quadratmeter Nutzfläche entstehen. Dafür wurde 2005 ein städtebaulicher Vertrag mit dem Land Berlin abgeschlossen. „So schnell wie wir wird wohl niemand anderes mehr einen Neubau liefern können“, sagt Hans Jürgen Biet, TLG-Niederlassungsleiter Berlin/Brandenburg. Für die zweite Reihe rund um den Alexanderplatz stimme das, bestätigt Petra Roland von der Senatsverwaltung Berlin.

Rechts- und Planungssicherheit seien vorhanden, das Pflichtenheft erstellt, die funktionalen Innengrundrisse stünden, und man könne schon jetzt mit Interessenten über deren individuellen Ansprüche sprechen, fügt TLG-Manager Biet hinzu. „Die Investitionssumme liegt bei rund 60 Mill. Euro und der Mietpreis bei etwa 14,50 pro Quadratmeter. Wir haben Miet- als auch Kaufinteressenten.“ Bis zum Jahresende erwartet er den Abschluss eines Kauf- oder Mietvertrags für das Gebäude. TLG ist in ganz Ostdeutschland aktiv.

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