Hypotheken-Bonds Gläubiger müssen um Einlagen bangen

Der Preisverfall bei Gewerbeimmobilien hinterlässt Spuren, Kredite für Bürokomplexe und Einkaufszentren von Mailand bis Düsseldorf können nicht zurückgezahlt werden. Inhabern von Hypothekenanleihen drohen nun Verluste.
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Düsseldorfer Königsallee: Die Pracht-Einkaufsmeile der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt lockt die Käufer an. Doch das für den Bau des hier ansässigen Einkaufszentrums, der Kö Galerie, kann wohl nicht rechtzeitig bedient werden. Quelle: ap

Düsseldorfer Königsallee: Die Pracht-Einkaufsmeile der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt lockt die Käufer an. Doch das für den Bau des hier ansässigen Einkaufszentrums, der Kö Galerie, kann wohl nicht rechtzeitig bedient werden.

(Foto: ap)

New YorkTreuhänder halten derzeit ein Rekordvolumen an Immobiliendarlehen. Fast 18 Milliarden Euro der Kredite in Verbriefungen von gewerblichen Hypotheken, die Moody's Investors Service bewertet, werden von sogenannten Special Servicers verwaltet – das sind 25 Prozent der von der Ratingagentur bewerteten Geschäfte. Die überfälligen Kredite bei Standard & Poor's belaufen sich auf das Allzeithoch von 15 Milliarden Euro und bei Fitch Ratings auf den Rekordstand von elf Milliarden Euro.

Die aufkeimende Konjunkturerholung in Europa geht damit offenbar an den Immobilienbesitzern vorbei. Die Vermieter sind nicht in der Lage, ihre vor der Finanzkrise im Jahr 2006 aufgenommenen Kredite zu refinanzieren, die zur Unterlegung von Gewerbehypotheken-Bonds benutzt werden. Da die Immobilienwerte vom Hoch bis zum Tief um 40 Prozent abgenommen haben, sind tausende Liegenschaften mittlerweile weniger Wert als die ausstehenden Verbindlichkeiten.

„Es ist noch immer ein sehr notleidender Markt, und bei einem hohen Prozentanteil der ausstehenden Geschäfte handelt es sich nicht um erstklassige Anlagen, sondern um hochgefährdete Kredite“, sagt Paul Lloyd, geschäftsführender Partner bei dem Kreditadministrator Mount Street LLP aus London. „Das bedeutet, dass es kaum bis gar keine Chance gibt, dass die Gläubiger 100 Prozent ihres Geldes zurückbekommen.“

Auf die Special Servicers kommt nach Einschätzung von S&P mehr Arbeit zu: Denn in diesem Jahr werden Darlehen in Höhe von rund 16,5 Milliarden Euro fällig – allesamt wurden aufgenommen, als die Immobilien noch deutlich mehr wert waren. Die Aufgabe der Special Servicers ist es, Investoren aus den Gewerbehypotheken-Anleihen so viel Geld wie möglich zu sichern – entweder, indem sie die unterlegten Kredite restrukturieren oder verkaufen. Auch Vollstreckung und Beschlagnahmung des Eigentums sind möglich.

Jede Menge Refinanzierungen sind nötig
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8 Kommentare zu "Hypotheken-Bonds : Gläubiger müssen um Einlagen bangen"

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  • Wer da noch reingeht, der ist wirklich selber schuld.
    es gibt soviele krisenherde, dennoch tun viele so, als würde alle sicher sein.
    Dummheit muß weh tun.
    Solange die Banken Mitspieler haben, dreht sich das Rad weiter.
    Doch, den letzten beißt der Hund.
    Jeder, der da noch mitspielt, kann der Letzte sein.
    Aso, kein Mitleid mehr mit denen, die sich in Gefahr begeben.
    Jeder ist seines Glückes Schmid.

  • sehe ich auch so.

    Dummheit muss bestraft werden und wer sein Geld in deutsche Anlagen investiert, wird dafür bluten. Es gibt so viele seriöse Anlagemöglichkeiten in Asien. Singspore, Hongkong u.s.w. Aber wer zu bequem ist, der zahlt auch hier einen hohen Preis.

  • Werte wie a0jcc9 haben davon noch nichts gehört.....

  • Wer bitte sind diese Gläubiger?
    Sehr geehrter Herr Redakteur. (bb?) Auf diese Frage hin hätte ich mir schon etwas mehr Informationen im Artikel gewünscht. Special Services mit 25%. Und der Rest? Bin ich als Privatanleger mit Rentenfonds betroffen oder nicht? Wenn trifft es denn nun wirklich, wenn der Kreditbedarf den Restwert überschreitet?

  • Auch wenn Draghi das Geld mit 0,25% das Geld verschenkt können die ihre Kredite nicht finanzieren? Das wird ja lustig, wenn die EZB oder die FED bald mal die Schrauben etwas anzieht. In Paris baut man gerade die höchsten Gebäude Europas. Ist das alles russisches Schwarzgeld? Kein Wunder, gegen die kommt man mit ehrlich versteuertem Geld nicht an. Unsere Politiker hätten eigentlich andere Themen als Maut und geschlechtsneutrale Straßenschilder.

  • Wie Betongold nichts mehr wert ? Nee :-))
    Margin debt auf all time high. Bald sind auch die Aktien dran.

  • Ach, ich dachte wäre nix mit Blase?
    Da sieht man mal wieder wie man selbst urteilen muß, wo man sein Geld hinsteckt.

  • Mich wundert dies überhaupt nicht, wenn man in nahezu jeder schlechten städtischen Lage, in Agglomerationen mit niedriger Kaufkraft, riesige Einkaufspaläste hinsetzt. Ich habe nur auf solche Artikel gewartet.

    Jeder Depp hat dieses Szenario vorausahnen können...

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