Hypothekenkrise
Immobilien-Investoren müssen umdenken

Große Immobiliendeals zu finanzieren, war zuletzt wegen der Finanzkrise sehr einfach. Investoren, die das Immobiliengeschäft bisher als reine Finanztransaktion betrieben haben, müssen deshalb umdenken.

wik MÜNCHEN. „Große Immobiliendeals zu finanzieren, war zuletzt ein bisschen zu einfach“, zeigt sich Peter Kasch, Managing Director der Londoner Immobilieninvestment-Gesellschaft Catalyst Capital wenig überrascht von den Folgen der Finanzkrise. „Investoren, die das Immobiliengeschäft als reine Finanztransaktion betrieben haben, müssen deshalb umdenken“, sagt der Mitgründer des auf gewerbliche Immobilieninvestments in Europa spezialisierten Unternehmens. Bereits in den vergangenen Monaten seien in Großbritannien die zuletzt stark gestiegenen Immobilienpreise zurückgegangen, sagt Kasch. „Aber auch in Frankreich sehen wir bereits fallende Preise.“

„Fremdkapital war zu günstig“, meint auch Rainer Thaler, Geschäftsführer der Immobiliengesellschaft GE Real Estate Deutschland. Ob und in welchem Maße sich indes gestiegene Finanzierungskosten und höhere Eigenkapitalanforderungen auf die deutschen Immobilienpreise auswirken werden, vermag er noch nicht zu prognostizieren: „Wir haben einfach noch zu wenige Transaktionen gesehen.“ Und auch in den Köpfen so mancher Verkäufer sei die veränderte Situation noch nicht vollständig angekommen.

Seine Bedeutung als Investitionsstandort indes werde Deutschland so schnell nicht verlieren, glauben beide Investoren. „Die Fundamentaldaten sind gut, wir suchen weiter nach Anlagemöglichkeiten“, sagt Catalyst-Capital-Gründer Kasch. GE Real Estate Deutschlandchef Rainer Thaler möchte mit seinem Immobilienportfolio gar in den nächsten zwei bis drei Jahren die „Drei-Milliarden-Euro-Grenze touchieren“. Bislang hat das Unternehmen in Deutschland 1,3 Mrd. Euro in Gewerbe- und Wohnimmobilien investiert.

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