Immer mehr deutsche Ruheständler wandern aus
Rentenparadiese: Billig leben in Asien

Die Kosten niedriger, die Lebensqualität höher: Immer mehr deutsche Ruheständler wandern aus in Asiens günstige Paradiese. Gefragt bleiben aber auch Spanien und Italien.

Wenn die Sonne hinter den malerischen Inseln im Süden von Phuket aufgeht, starten Christel und Erich von Polczinski ihre tägliche Routine. Vor dem Frühstück anderthalb Stunden Schwimmen im Pool, danach eine ausgiebige Radtour, anschließend dreht die 63-Jährige ihre Runde auf Inlineskates. Ihr ein Jahr älterer Mann joggt zum Pier. Am Nachmittag jetten die beiden Pensionäre mit dem eigenen Speed-Boot durchs Meer oder fahren mit dem Jeep in den Dschungel, um exotische Pflanzen für ihren tropischen Garten zu suchen.

Christel und Erich leben im Paradies, jedenfalls empfinden sie es so. Was der Tsunami Ende Dezember an ihrem Häuschen beschädigt hat, ist längst repariert. Phukets Ostküste blieb, anders als die touristischen Buchten im Westen und Norden von der Springflut weit gehend verschont. Das gilt auch für viele andere Regionen entlang der asiatischen Küste. Die Sehnsucht vieler angehender Pensionäre, der deutschen Mixtur aus trübem Himmel und düsterer Politikverdrossenheit in die von den Göttern reich beschenkten Länder Asiens zu entkommen, wurde von der Welle nicht gebrochen. Thailand, Malaysia, Indonesien bleiben gefragte Destinationen für deutsche Rentner - auch für solche mit überschaubaren Alterseinkünften.

Doch wer alle Koffer packen will, um sein Leben auf der Sonnenseite zu genießen, kommt trotzdem nicht umhin, sich genau wie in Deutschland Gedanken über Sozialversicherungen und Steuerfragen zu machen, über Lebenshaltungskosten und Immobilienpreise. Wer will schon als Rentner nochmal Lehrgeld zahlen?

Special: Rentenparadiese

  • Lesen Sie die komplette Geschichte „Billig leben in Asien“ bei www.wiwo.de.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 13 vom 24.03.2005 Seite 108

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