Immobilien-Anlagen
Die Senioren-Rendite

Die deutsche Bevölkerung altert im Eiltempo. Damit steigt auch die Nachfrage an Seniorenwohnungen. Fondsanbieter sehen hier ein enormes Investitionspotenzial. Und das können auch private Anleger für sich nutzen.
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BerlinDer demografische Wandel soll ein Problem sein? Das sehen immer mehr Immobilienentwickler und Investoren ganz anders: Die Alterung der Gesellschaft betrachten sie als Chance - denn erstens müssen die Wohnungen älterer Menschen an deren besondere Anforderungen angepasst werden, um möglichst lange ein selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Zweitens wird aber auch der Bedarf an zeitgemäßen Pflegeheimen steigen. Damit verbunden ist ein enormes Investitionspotenzial: Laut einer Studie des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) ist lediglich gut ein Prozent aller Wohnungen in Deutschland barrierearm. Und die Beratungsunternehmen Ottenströer und W&P kommen in ihrem "Pflegeheim-Atlas Deutschland 2012" zu dem Schluss, dass bis 2030 nicht weniger als 320 000 neue Pflegeheimplätze benötigt werden.

Die damit verbundenen Investmentchancen können auch private Anleger nutzen. Der Fondsinitiator Hamburg Trust beispielsweise hat einen geschlossenen Fonds aufgelegt, der in die Seniorenresidenz Charlottenhof in Esslingen investiert. Diese Anlage des Betreuten Wohnens befindet sich in unmittelbarer Nähe eines Pflegeheims. "Eine solche Kombination aus Wohnanlage und Pflegeheim halten wir konzeptionell für sehr sinnvoll", erläutert Lutz Wiemer, Geschäftsführer von Hamburg Trust. "Denn das Pflegeheim sichert eine Reihe von Dienstleistungen, die die Mieter der Wohnanlage modular abrufen können. Zudem müssen sie, wenn sie pflegebedürftig werden, nicht noch einmal umziehen."

Hinzu kommt ein weiterer aus Anlegersicht nicht unwesentlicher Vorteil, wie Wiemer ausführt: Pflegeheime haben eine höhere Rendite als normale Wohnimmobilien - entsprechend steigt die Verzinsung des Gesamtinvestments. Andere Investoren konzentrieren sich deshalb gleich ganz auf stationäre Pflegeeinrichtungen. "Durch den demografischen Wandel wächst das Kundenpotenzial für Pflegeheime rasant", begründet dies Felix von Braun, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Pflegeheim Fonds (DPF) AG, die einen geschlossenen Fonds mit einem Pflegeheim in Herkenrath, einem Ortsteil von Bergisch Gladbach bei Köln, im Vertrieb hat. Außerdem, so von Braun, sei die häusliche Pflege durch Angehörige stark rückläufig. Und da viele Pflegeeinrichtungen nicht mehr zeitgemäßen Standards entsprächen, ergebe sich ein erheblicher Ersatzbedarf.

Dennoch bieten Pflegeheime Anlegern keine absolute Sicherheit. In den Jahren 2009 und 2010 waren die bestehenden Einrichtungen im Durchschnitt lediglich zu 86,6 Prozent ausgelastet. Hinzu kommt: Der Erfolg eines Heims steht und fällt mit der Qualität des Betreibers. "Es ist wie beim Hotel", beschreibt Christoph Zaborowski, Geschäftsführer der W&P Immobilienberatung, die Analogie zwischen den beiden Nutzungskonzepten. "Ich habe zwar schnell einen langfristigen Mietvertrag, bin aber hundertprozentig abhängig vom Betreiber."

Erfahrene Investoren prüfen deshalb die Wettbewerbssituation am jeweiligen Standort und die Erfahrung des Betreibers sehr genau, bevor sie sich engagieren. Der Berliner Initiator DPF hält für den Fall, dass der Betreiber ausfallen sollte, sogar ein Interimsmanagement vor.

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Kommentare zu " Immobilien-Anlagen: Die Senioren-Rendite"

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  • Ah ja .. Senioren Heime, nette Idee war schon vor 15 Jahren im Gespräch, nur gibts da ein Problem wer soll die Alten versorgen ? Hier in Oberbayern sind Pflegekräfte derart Mangelware, das hier nicht mal mehr die Krankenhaus Versorgung gewährleistet ist. Abgesehen davon explodieren hier gerade die Gehälter. Seniorenparks sind bereits überholt, nach meiner Einschätzung (haben Pflegedienst) wird alles wieder auf Mehrgenerationen Häuser hinauslaufen. Die Jungen können sich die Häuser nicht mehr leisten (wir wohnen ca. 5 km von Icking entfernt s.o.) und die Pflegeheime sind zu teuer. Also werden Jung und Alt wahrscheinlich zusammenziehen. Diese Entwicklung beobachte ich bereits seit mehreren Jahren in unserem Patienten Bestand.

  • Auf auf ihr dummen Schafe.... kauft mehr Fonds und Aktien.....
    Der Verlust eures Geldes ist euch gewiss....

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