Immobilien-Ausblick: Auch Studentenwohnheime und Pflegeheime sind attraktiv

Immobilien-Ausblick
Der Milliardenmarkt wird 2017 schrumpfen

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Auch Studentenwohnheime und Pflegeheime sind attraktiv

Dabei greifen sie nicht nur auf dem Wohnungsmarkt zu, sondern auch bei Gewerbeimmobilien. Beispiel Lanxess Arena mit technischem Rathaus in Köln: Das wurde im Dezember 2016 für 440 Millionen Euro an zwei Investoren aus Korea verkauft. Und auch das Herzstück der Frankfurter Skyline, der 300 Meter hohe Commerzbank-Turm (mit Antenne), ist künftig in koreanischer Hand. Gekauft hat im September ein Konsortium des Samsung-Konzerns für geschätzte 620 Millionen Euro. Die Commerzbank bleibt aber für weitere 15 Jahre Mieter in dem Objekt.

Und auch danach wurde es bei den Büroimmobilien noch einmal spannend. Erst wollte die IVG, das einst größte börsennotierte Immobilienunternehmen Deutschlands, sein Kernportfolio unter dem Namen Office First an die Börse gehen. Die Pläne waren schon ausgetüftelt. Der Vorstand war bei Investoren in Europa und den USA schon auf Roadshow, um für Käufer zu werben. Doch was lange gut aussah, ging wegen gestiegener Zinsen am Anleihemarkt schief. Den Investoren wurde Office First zu teuer. Der Börsengang platzte.

Verkauft wurde das Portfolio mit etwa 100 Büroimmobilien in den deutschen Großstädten wie Berlin, München oder Frankfurt dennoch. Anfang November schlug der Finanzinvestor Blackstone für rund drei Milliarden Euro zu.
Nach den etwas schwächeren ersten sechs Monaten hat der Investmentmarkt bei den Gewerbeimmobilien noch einmal Fahrt aufgenommen, erklärt Marcus Lemli, Deutschland-Chef des Immobiliendienstleisters Savills. „Es sieht so aus, als würde wir die 50 Milliarden-Marke auch in diesem Jahr überschreiten“, sagt Lemli. Ganz an den Rekordwert von 53 Milliarden Euro aus dem Vorjahr werde es vermutlich aber nicht herankommen.

Ab dem Sommer gab es noch einmal einen richtigen Schub. Allein 38 Objekte und Portfolios jenseits von 100 Millionen Euro hätten allein zwischen Juli und Ende September den Besitzer gewechselt, zählt der Immobiliendienstleister Jones Lang LaSalle (JLL) vor. Zu den größten Transaktionen gehört – neben dem Commerzbank-Turm, der Verkauf eines deutschlandweiten Portfolios mit 68 Pflege- und Seniorenheimen für fast eine Milliarde Euro an den französischen Investor Primonial.

Letzterer gibt übrigens einen Trend vor. Auf dem Immobilienmarkt gelten etwa Studentenwohnheime oder Pflegeheime als attraktive „Alternative Assets“. „Hier lassen sich vergleichsweise hohe laufende Renditen erzielen“, sagt Lemli von Savills.

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