Immobilien-Ausblick Der Milliardenmarkt wird 2017 schrumpfen

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Auch Studentenwohnheime und Pflegeheime sind attraktiv
Was Häuser in den Großstädten kosten
Platz 10: Bremen
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Die Preise für Eigenheime sind 2016 rasant angestiegen – das hat der Maklerverband IVD ausgewertet. Einen der größten Anstiege verzeichnet Bremen: In der Hansestadt liegt der Preis für ein Einfamilienhaus bei 220.000 Euro. Damit ist Bremen bei Einfamilienhäusern die preiswerteste deutsche Großstadt. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr beträgt +10,00 Prozent. Alle Preisangaben beziehen sich auf Bestandsimmobilien und einen mittleren Wohnwert.

Quelle: Immobilienverband IVD / IVD-Preisspiegel Wohneigentum 2016/2017

Platz 9: Berlin
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Berlin gehört zu den wenigen europäischen Hauptstädten, in denen Immobilien überhaupt noch für Durchschnittsverdiener erschwinglich sind. Ein Einfamilienhaus kostet im Schnitt 295.000 Euro. Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr beträgt +9,26 Prozent.

Platz 8: Dortmund
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Auch in der BVB-Heimatstadt sind die Preise für Eigenheime angestiegen – und zwar um +6,06 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Somit liegt der durchschnittliche Immobilienpreis in Dortmund bei rund 350.000 Euro.

Platz 7: Essen
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Doch nicht überall im Ruhrgebiet sind die Preise so stark gestiegen. Mit 365.000 Euro liegt der Hauspreis in Essen zwar höher als in Dortmund, doch im Vergleich zum Vorjahr ist das lediglich ein Anstieg von +2,82 Prozent.

Platz 6: Hamburg
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Nach wie vor ein teures Pflaster bleibt Hamburg. Für ein Haus in der nordischen Hafenmetropole muss ein Käufer rund 370.000 Euro hinlegen – und somit +5,71 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor.

Platz 5: Köln
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Auch das Leben am Dom und Rhein ist extrem teuer geworden: Ein Haus in Köln kostet mittlerweile 430.000 Euro, was einer Veränderung von +10,26 Prozent entspricht. Damit ist Köln die Großstadt mit dem höchsten Preisanstieg im gesamten Ranking.

Platz 4: Frankfurt
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Die Bankenmetropole am Main liegt günstig in der Mitte Deutschlands, verfügt über attraktive Arbeitsplätze und einen der größten Flughäfen Europas. Logisch, dass das kostet – und zwar satte 470.000 Euro für ein Einfamilienhaus. Der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr beträgt +2,17 Prozent.

Dabei greifen sie nicht nur auf dem Wohnungsmarkt zu, sondern auch bei Gewerbeimmobilien. Beispiel Lanxess Arena mit technischem Rathaus in Köln: Das wurde im Dezember 2016 für 440 Millionen Euro an zwei Investoren aus Korea verkauft. Und auch das Herzstück der Frankfurter Skyline, der 300 Meter hohe Commerzbank-Turm (mit Antenne), ist künftig in koreanischer Hand. Gekauft hat im September ein Konsortium des Samsung-Konzerns für geschätzte 620 Millionen Euro. Die Commerzbank bleibt aber für weitere 15 Jahre Mieter in dem Objekt.

Und auch danach wurde es bei den Büroimmobilien noch einmal spannend. Erst wollte die IVG, das einst größte börsennotierte Immobilienunternehmen Deutschlands, sein Kernportfolio unter dem Namen Office First an die Börse gehen. Die Pläne waren schon ausgetüftelt. Der Vorstand war bei Investoren in Europa und den USA schon auf Roadshow, um für Käufer zu werben. Doch was lange gut aussah, ging wegen gestiegener Zinsen am Anleihemarkt schief. Den Investoren wurde Office First zu teuer. Der Börsengang platzte.

Verkauft wurde das Portfolio mit etwa 100 Büroimmobilien in den deutschen Großstädten wie Berlin, München oder Frankfurt dennoch. Anfang November schlug der Finanzinvestor Blackstone für rund drei Milliarden Euro zu.
Nach den etwas schwächeren ersten sechs Monaten hat der Investmentmarkt bei den Gewerbeimmobilien noch einmal Fahrt aufgenommen, erklärt Marcus Lemli, Deutschland-Chef des Immobiliendienstleisters Savills. „Es sieht so aus, als würde wir die 50 Milliarden-Marke auch in diesem Jahr überschreiten“, sagt Lemli. Ganz an den Rekordwert von 53 Milliarden Euro aus dem Vorjahr werde es vermutlich aber nicht herankommen.

Ab dem Sommer gab es noch einmal einen richtigen Schub. Allein 38 Objekte und Portfolios jenseits von 100 Millionen Euro hätten allein zwischen Juli und Ende September den Besitzer gewechselt, zählt der Immobiliendienstleister Jones Lang LaSalle (JLL) vor. Zu den größten Transaktionen gehört – neben dem Commerzbank-Turm, der Verkauf eines deutschlandweiten Portfolios mit 68 Pflege- und Seniorenheimen für fast eine Milliarde Euro an den französischen Investor Primonial.

Letzterer gibt übrigens einen Trend vor. Auf dem Immobilienmarkt gelten etwa Studentenwohnheime oder Pflegeheime als attraktive „Alternative Assets“. „Hier lassen sich vergleichsweise hohe laufende Renditen erzielen“, sagt Lemli von Savills.

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