Immobilien
Bei welchen Objekten Versicherer zugreifen

Ob Einkaufszentrum in Düsseldorf, schicke Apartments in Hamburg oder Bürogebäude in Frankfurt: Auf der Suche nach ertragreichen Anlagen nehmen die Versicherer den Immobilienmarkt ins Visier. Das ist bitter nötig.
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FrankfurtMittlerweile gibt es gibt mehr Immobilieninvestoren in Deutschland, als sich die Bürger träumen lassen. Denn die private Altersvorsorge basiert zu einem guten Teil auf Stein und Beton. Im vergangenen Jahr schlug etwa die Bayerische Versicherungskammer in Düsseldorf zu.

Gut 70 Millionen Euro der Einlagen für die Altersvorsorge von Ärzten, Architekten und Bezirksschornsteinfeger gingen in das Dieterich Karree im Düsseldorfer Stadtteil Pempelfort. Über Läden des alltäglichen Bedarfs und einer Pizza-Schnellrestaurant erwarb die Gesellschaft 282 Wohneinheiten.

Auch die klassischen Versicherer lassen sich nicht lumpen. In Frankfurt übernahm die Hanse Merkur für 20 Millionen Euro insgesamt 196 Wohnungen im Stadtteil Niederrad. Im „Green Six Gebäude“, der sanierten ehemaligen Coop-Zentrale in einem Industriegebiet, zählt auch die Bundesbank zu den Mietern. Die Axa erwarb zuletzt 135 Wohnungen in Dresden, die Arag 44 Einheiten in Dortmund.

Diese Käufe könnten erst der Anfang gewesen sein. Eine Studie der Unternehmensberatung EY Real Estate unter 30 großen Versicherern zeigt: In Zeiten niedriger Zinsen wird der Immobilienmarkt für die Gesellschaften immer interessanter.

„Die deutschen Versicherer wollen ihren Immobilienbestand ganz klar erweitern“, sagt Dietmar Fischer, Partner bei der EY Real Estate. „Dabei steigen insbesondere die europäischen Core-Immobilienmärkte in der Gunst der Befragten.“

Knapp 7,6 Prozent der Einlagen sind derzeit in Immobilien investiert, maximal 25 Prozent sind derzeit aufsichtsrechtlich möglich. Die Spannen gehen von gut fünf Prozent der Einlagen bei der Allianz bis hin zu rund 15 Prozent bei der Gothaer. Bis Ende des Jahres soll die Quote um 0,6 Prozentpunkte steigen.

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