Immobilien
Betuchte Londoner zieht es aufs Land

Ein Herrenhaus auf sechs Hektar Land, mit Garten, Ställen, einer Koppel, mehreren Schlafzimmern. Diesen Traum vom Wohnen verwirklicht sich so mancher Brite gern. Doch kostet das idyllische Landleben immer mehr.
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Mehr als ein Jahr hat es gedauert, bis Mark Hudson sein Traumhaus gefunden hatte. Doch der 55-jährige Manager war nicht etwa auf der Suche nach einem hippen Loft im Herzen Londons. Hudson wollte etwas Konfortableres, eine Maison mit sechs Schlafzimmern. Das hatte er sich vorgestellt. Am Ende blätterte er mehr als zwei Millionen Euro auf den Tisch für ein Landhaus in Dorset, einer Grafschaft etwa 200 Kilometer von der Hauptstadt entfernt.

Ob Herrenhäuser, Farmhäuser und Landhäuser: Engländer wohnen wieder gerne draußen im Grünen. Die Immobilienpreise im weiten Londoner Umland sind so stark gestiegen wie seit mehr als drei Jahren nicht.

Dem Prime Country-House Index der britischen Immobilienberatung Knight Frank zufolge haben die Preise auch im dritten Quartal um weitere 0,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal angezogen. Der Index enthält Herrenhäuser mit einem weitläufigen Gelände, Farmhäuser ab sechs Schlafzimmern mit Garten, Koppeln und Ställen auf mindestens einem Hektar Land, und schließlich Landhäuser mit mindestens vier Schlafzimmer und ab einem halben Hektar Land.

Umgerechnet rund 23,3 Millionen Euro müsste etwa hinlegen, wer ein antikes, sechs Hektar großes Anwesen mit acht Schlafzimmern am Rande des Windsor Great Parks erwerben wollte. Das Objekt liegt etwa eine Stunde Fußmarsch von Schloss Windsor entfernt und in der Nähe der Privatschule Eton College.

Doch betuchte Briten fragten zuletzt nicht nur Objekte in Pendler-Distanz zu London nach. Laut einem aktuellen Bericht des Immobiliendienstleisters Savills gingen das erste Mal seit zweieinhalb Jahren die Preise für Luxushäuser in allen Regionen Englands nach oben. “Das ist die letzte Chance zu kaufen, bevor das Angebot knapp wird und die Preise wirklich anfangen zu steigen”, erklärte Yolande Barnes, Leiterin der Wohnimmobilienanalyse bei Savills. Auch Mark Hudson hätte sein Häuschen bereits mit sattem Gewinn an den nächsten Interessenten verkaufen können.

Die steigende Nachfrage nach Immobilien rührt nicht zuletzt aus dem staatlichen Help-to-Buy Programm, das nächste Woche in eine neue Runde gestartet ist. Britische Banken bieten dabei vergünstigte Kredite und Hypotheken an, die fehlenden Sicherheiten stellt die Regierung. Premierminister David Cameron hatte die Wiederbelebung des Eigenheimmarktes zum zentralen Punkt seiner Bemühungen gemacht, die Wirtschaft aus der Rezession zu bringen. Experten fürchten eine Immobilienblase.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Immobilien: Betuchte Londoner zieht es aufs Land"

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  • Die Herren wissen schon warum Sie das tun,wenn es demnächst knallt dann hilft Ihnen eine schicke Wohnung in London nicht viel.Aber es muß auch noch genug Deppe geben die mit Ihren i-phone laufen als ob es ohne nicht geht und dafür und anderen Scheiß Ihr ganzes Geld ausgeben. Man muß im Leben Prioritäten setzen wofür man sein Geld ausgibt. Aber der Staat erzieht in den Schulen nur Idioten und das ist so gewollt damit Sie immer schön Steuern zahlen und erpessbar bleiben mit den Wahlversprechungen.

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