Immobilien
Blackstone steigt bei Deutsche Wohnen aus

Am Ende war es nur ein kurzes Intermezzo: Der Finanzinvestor beendet sein Engagement bei Deutsche Wohnen – erst im April war der Investor eingestiegen. Der Ausstieg von Blackstone habe rein technische Gründe
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FrankfurtDer Finanzinvestor Blackstone hat sein kurzes Zwischenspiel bei Deutsche Wohnen schon wieder beendet. Erst Ende April war der Investor über eine Großtransaktion mit knapp fünf Prozent bei dem Immobilienkonzern eingestiegen, jetzt verkaufte er das Paket schon wieder komplett. Nach Aussage von Händlern wurden die Deutsche-Wohnen-Aktien von der UBS quasi über Nacht zu je 13,10 Euro am Markt platziert - und damit am oberen Ende der Spanne. Den Kurs brachte das trotzdem unter Druck: Mit einem Minus von über zwei Prozent auf 13,25 Euro zählte das Papier am Dienstag zu den schwächsten Werten im Nebenwerteindex MDax.

Im Frühjahr hatte Deutsche Wohnen rund 6900 Wohnungen von Blackstone in und um Berlin übernommen. Der Deal mit einem Gesamtvolumen von knapp 400 Millionen Euro wurde teilweise über Aktien abgewickelt. Unmittelbar vor der Ankündigung im April hatte das Deutsche-Wohnen-Papier bei 13,41 Euro notiert.

Der Ausstieg von Blackstone habe rein technische Gründe, verlautete aus Unternehmenskreisen. Es gebe keinen Zusammenhang mit der geplanten milliardenschwere Übernahme der GSW Immobilien, für die Deutsche Wohnen derzeit intensiv um Zustimmung bei den Eignern wirbt. Abgestimmt wird am kommenden Montag auf einer außerordentlichen Hauptversammlung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Rein technische Gründe? Oder ein Ausweichen vor radikalem ausuferndem Neo-Bolschewismus?

    Unlängst hat der BGH entschieden, dass Mietminderungen nicht alein gegen die Grundmiete, sondern auch die Nebenkosten geltend gemacht werden dürfen. Die Nebenkosten refinanzieren Drittleistungen, die der Mieter persönlich in Anspruch nimmt und von seinem individuellen Verhalten abhängig sind. So bedeutet das BGH-Urteil nichts anderes, als die Haftung des Vermieters für Leistungen, die Dritte beziehen. Vermieter müssen den Wasser- oder Wärmeverbrauch ihrer Mieter bezahlen müssen, falls die Miete beispielsweise wegen Nachbarschaftslärm gemindert wird. Offenkundig ist die Staatsnähe der Richter so groß, dass sie sich nicht mehr scheuen, die Folgen der staatlichen Kostentreiberei (z. Bsp. Stromkosten) auf die Vermieter abwälzen. Rechtssprechung nach dem Grundsatz "wes Brot ich ess, dess Lied ich sing" konterkariert marktwirtschaftliche Moral. Ausländische Anleger werden einen Standort meiden, der von solchen Abwegigkeiten dominiert wird. Einheimische Eigentümer müssen die Grundmiete rein präventiv erhöhen um den Willfährigkeiten der Rechtssprechung vorbeugen zu können. Zudem sollten Vermieter konsequent Nebenkosten vermeiden und stattdessen Direktverträge zwischen Nutzern und Versorgern anstreben - zumeist ist das bei Strom, Telefon und Rundfunk schon der Fall. Gasthermen in den Wohnungen können Zentralheizungsanlagen ersetzten. Damit wird Gasverbrauch auf Kosten der Vermieter verhindert, den das Urteil zusammenhanglos vorbereitet hat.

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