Immobilien
Blase auf Staatskosten

Die Hauspreise in England sind zum ersten Mal seit sechs Jahren gestiegen. Der Markt wird von einem Staatsprogramm befeuert, das auch finanzschwachen Käufern zum Eigenheim verhelfen soll. Das ist nicht ungefährlich.
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LondonNicht nur hierzulande boomt der Immobilienmarkt, auch auf der britischen Insel sind Häuser so begehrt wie selten: Erstmals seit sechs Jahren sind Großbritannien die Preise einheitlich gestiegen. Das geht aus einer Mitteilung des Londoner Immobiliendienstleisters Hometrack hervor.

Der Trend sei vom niedrigen Zinsniveau für Hypothekenkredite angefacht worden und weite sich nun aus, heißt es in dem Schreiben. Insgesamt erhöhten sich die Häuserpreise in England und Wales zum Vormonat um 0,5 Prozent. Im Jahresvergleich ergab sich ein Plus von 3,8 Prozent und damit der höchste Wert seit Oktober 2007.

Die höchsten Preissteigerungen gab es in London und im Südosten des Landes, wo die Preise jeweils um 0,7 Prozent stiegen. Auffallend laut Hometrack war in diesem Jahr der Beginn von Preissteigerungen auch außerhalb der britischen Hauptstadt. Hier seien die Steigerungen aber noch gering.

Der starke Immobilienmarkt freut nicht jeden. Kritiker befürchten, dass sich eine Blase bilden könnte. Dafür spricht zum Beispiel, dass die Zahl der Genehmigungen für Hypotheken im Oktober auf den höchsten Wert seit sechs Jahren gestiegen war. Zusätzlich wird der Markt durch ein Programm der britischen Regierung namens „Help to Buy” angeheizt. Dabei hilft die Regierung Neukäufern von Immobilien, diese zu finanzieren, indem es Kredite auf bis zu 20 Prozent des Hauspreises gewährt.

„Mit 'Help to Buy' hat sich die Stimmungslage am Markt weiter gebessert und auch die Aktivität ist gestiegen”, urteilt Hometrack „aber insbesondere die niedrigen Hypothekenzinsen verleihen den Hauseigentümern eine bislang beispiellose Kaufkraft”. Der Effektivzins für neue Hypotheken war im Oktober um fünf Basispunkte auf 3,04 Prozent gefallen, wie aus einer Mitteilung der britischen Notenbank Ende November hervor ging.

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Subprime lässt grüßen

Kommentare zu " Immobilien: Blase auf Staatskosten"

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  • Ja, einen Denkfehler: viele haben zwar ein Hirn im Kopf, aber nur wenige benutzen es zum Denken, sondern überlassen das Denken dem Bangster und unterschreiben brav alles, was der ihnen hämisch grinsend vorlegt. Hauptsache, "eigener Kasten".

  • Hallo sins,
    in den USA ist die variable Darlehnskondition bei Hypothekenkrediten die Regel. Daß man in Deutschland Festzinssätze bevorzugt ist im internationalen Vergleich eher die Ausnahme.
    Die US-Kunden wurden so von den steigenden Kurzfristzinsen "erwischt". Ist aber auch fast egal, weil die Banken dort Kredite an Kunden vergaben, die nicht kreditwürdig waren. Dies kümmerte die Banken dort nicht, da sie die Kredite in Wertpapiere verpackten und verkauften (z.B an deutsche Landesbanken). Die "Finanzkrise" war geboren. Googeln Sie mal LIAR-Loans oder Ninja-Kredite (NINJA: No income, no jobs, no assets).
    Die variablen Kreditzinsen werden aber auch in Europa noch getoppt: so ist z.B. in Dänemark dort ist es nicht unüblich, dass Darlehn nicht getilgt werden, es werden oft nur Zinsen gezahlt.

  • HB schreibt:
    "Als die Häuserpreise nicht mehr stiegen, kollabierte das System."

    das erkläre mir mal einer?

    Ich habe in Erinnerung, dass die Zinsen gestiegen sind, weil die dämlich Notenbank diese immer weiter erhöht hatte, und dann die Immobilienbesitzer und zugleich Darlehengläubiger die gestiegenen Zinsen nicht mehr zahlen konnten, weil der Zinsatz variabel war und mit nach oben gegangen ist.

    Wenn der Darlehenszinssatz fest gewesen wäre, wäre alles nicht so dramatisch gewesen. Denn wenn das allgemeine Zinsniveau steigt, ich aber fest zu 3,5% auf die Darlehenssumme meinen Zins zahle, interessiert mich das gestiegene Zinsniveau 0!

    oder hab ich einen Denkfehler?

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