Immobilien
CA Immo verkauft zwei Drittel an Frankfurter Büroturm

CA Immo aus Österreich verkauft weiter sein Tafelsilber. Erst Ende September wurde ein 800 Millionen Euro teures Portfolio verkauft. Nun ist ein Frankfurter Büroturm dran. Zwei Drittel der Anteile werden veräußert.
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Wien/FrankfurtIn einem der größten Immobiliendeals in Deutschland im laufenden Jahr verkauft die österreichische CA Immo den Frankfurter Büroturm „Tower 185“ an zwei Pensionsgesellschaften. Sie übernehmen zwei Drittel an dem Hochhaus für gut 330 Millionen Euro, wie eine CA-Immo-Sprecherin am Dienstag sagte. Käufer sind die Pensionsgesellschaft PPG und die Wirtschaftsprüfer-Vorsorgekasse WPV. PPG regelt Pensions- und sonstige Ansprüche für Beschäftigte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers, die Hauptmieter des Gebäudes ist.

Der österreichische Konzern bleibt mit einem Drittel an dem 200 Meter hohen Turm am Rande des Frankfurter Messeviertels beteiligt. Finanziert wird die Übernahme von der bayerischen Pensionskasse BVK, die allen drei Eigentümern einen Kredit von insgesamt 300 Millionen Euro gewährt.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Pensionskassen an Bürohäusern in Großstädten beteiligen. Sie sind wegen der derzeit niedrigen Zinsen auf der Suche nach gut vermieteten Liegenschaften in erstklassigen Lagen und hoffen dort auf höhere Renditen als bei klassischen Anlageformen. Dabei gehen sie auch ungewöhnliche Wege und übernehmen wie die BVK Immobilienfinanzierungen. "Die Bayerische Versorgungskammer verfolgt damit konsequent den bereits beschrittenen Weg der weiteren Diversifikation des Portfolios um sichere und wertbeständige Assetklassen", sagte Vorstandsmitglied Andre Heimrich.

Verwaltet wird der Tower auch künftig von CA Immo. Das österreichische Unternehmen ist auf die Entwicklung von Bürogebäuden in Deutschland, Österreich und Zentral- und Osteuropa spezialisiert. Das Frankfurter Hochhaus war das größte Projekt in der Geschichte des Unternehmens und hatte zuletzt allein rund zehn Prozent des Gesamtportfolios ausgemacht. Um dieses Klumpenrisiko zu verringern, trennte sich CA Immo von der Mehrheit an dem Turm. Der Verkaufspreis habe leicht über dem Buchwert gelegen, sagte die Sprecherin.

Für die Österreicher ist es der zweite große Verkauf innerhalb weniger Wochen: Erst Ende September hatte CA Immo ein langfristig vom Land Hessen genutztes Immobilienportfolio für 800 Millionen Euro an Patrizia Immobilien verkauft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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