Immobilien
Die grenzenlose Freiheit über den Wolken

Freier Blick, frische Luft, bunte Blumen und das alles mitten in der Stadt: Dachgärten gelten in den Metropolen mittlerweile als ein Statussymbol. Wo die luftigen Freizeitoasen besonders beliebt sind und was sie kosten.
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Dortmund
Auch wer hoch über den Dächern der Stadt wohnt, muss nicht auf einen eigenen Garten verzichten. Denn Dachgärten sind im Kommen – sowohl als kleiner Rückzugsort für Hochhausbewohner als auch als Luxusvariante für die Millionärsschicht. Die simpelste Variante beherbergt einen Teppich anspruchsloser Pflanzen auf einer dünnen Schicht Erde oder Kies. Am anderen Ende der Skala stehen luxuriöse maßgeschneiderte Dachgärten, die von ihren Besitzern so intensiv geplant werden wie exklusive Kunstsammlungen – und oft auch ähnlich viel kosten.

In einigen europäischen Großstädten verfügen inzwischen 60 Prozent der Neubau-Apartments über eine Außenfläche, dreimal so viele wie noch vor zehn Jahren, berichtet das britische Maklerunternehmen Homes & Property. Für Berlin verzeichnet das Suchportal Immobilienscout24.de aktuell knapp 7.000 verfügbare Mietwohnungen, für rund ein Zehntel davon ist das Stichwort „Dachgarten“ eingetragen.

Da die Einwohnerzahl in den größten deutschen Städten seit langem wächst, wird der Platz auf dem Boden knapp. Dennoch steht der eigene Garten auf Platz zwei der Wunschliste, gleich nach der Einbauküche: 77 Prozent aller Deutschen wünschen sich, in ihrer Wohnung oder ihrem Haus einen Garten zur Verfügung zu haben, zeigt die Studie „Wohnträume der Deutschen“ vom Finanzberater Interhyp. Deshalb haben Bauträger, Immobilienbesitzer und Städteplaner das Dach als Ausweichort für Grünflächen entdeckt. Bei einigen Projekten wie dem Berliner „Carloft“ etwa gehört eine Gartenfläche inzwischen standardmäßig zu jeder Wohnung dazu.

Jedes Jahr kommen in Deutschland einige Millionen Quadratmeter Dachflächen hinzu, die in blühende Naturoasen verwandelt werden, heißt es beim Deutschen Dachgärtner Verband (DDV). Dabei wird unterschieden zwischen extensiver Begrünung, bei der die bepflanzte Fläche nicht weiter betreten wird, und intensiver Begrünung – hier entsteht ein grüner Freizeitraum.

In Düsseldorf sind inzwischen geschätzte 450.000 Quadratmeter Dachfläche bepflanzt, in Hannover 600.000 Quadratmeter. In Hamburg läuft ein Förderprogramm für begrünte Dächer über drei Millionen Euro. Auch international geht der Trend zum Dachgarten: In den USA steigt die Nachfrage nach Dachbegrünungen für Wohnimmobilien seit mehr als zehn Jahren um rund 20 Prozent jährlich, berichtet Ed Jarger, Verkaufsmanager der Spezialfirma American Hydrotech.

Dabei sind der Fantasie buchstäblich nach oben keine Grenzen gesetzt. In London bieten einige Projekte wie der „Avant-Garde Tower“ ihren Kunden einen exklusiven Gemeinschaftsgarten auf dem Dach, der nur mit einer speziellen Chipkarte zugänglich ist. In Singapur verlegte ein Autohersteller seine Test- und Präsentationsstrecke auf einen Dachgarten mit 1.300 Quadratmetern Fläche mitten in der Innenstadt – mit Wasserfall, Matschpassagen, Rasenflächen und Palmen am Straßenrand.

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Was der Dachgarten kostet

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