Immobilien in Berlin: Luxuriöses Gästeklo? Verboten!

Immobilien in Berlin
Luxuriöses Gästeklo? Verboten!

In Berlin geht die Angst vor Immobilien-Spekulanten um. Ein „Milieuschutz“ soll steigende Mieten verhindern. Warum manche Kamine und Balkone tabu sind und welche Eingriffe ins Eigentumsrecht diskutiert werden.
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DüsseldorfStellen Sie sich vor, Sie sind ein Wohnungsbesitzer in Berlin und möchten in den eigenen vier Wänden etwas verändern. Die Wohnung soll für den Mieter einfach etwas netter werden, etwa durch einen zweiten Balkon oder ein großzügiges Badezimmer.

In der deutschen Hauptstadt sind die Kosten für solche Aufwertungen von Immobilien dann nicht das größte Problem. Eher, dass Eigentümer, die in ihrer Immobilie etwas investieren möchten, gegen Vorschriften zum Milieuschutz verstoßen könnten. In manchen Stadtbezirken ist es beispielsweise untersagt, ein zweites WC oder Waschbecken einzubauen.

In Berlin gibt es jetzt das große Rätselraten. Ist ein Hängeklo in meinem Bezirk erlaubt? Darf ich einen Kamin einbauen? Wo kann ich erfahren, ob ich eine Einbauküche installieren darf?

Dabei haben beispielsweise die Bezirksstadträte von Pankow, die ein Gäste-WC oder eine zweite Dusche als „Luxussanierung“ einstufen und damit als vorschriftswidrig erklären, eigentlich nichts gegen ein wenig Luxus in der privaten Nasszelle. Der Grund ist, dass sie mit ihren Vorschriften den Vermietern verbieten möchten, Bauvorhaben als Vorwand für überdurchschnittliche Mietsteigerungen zu verwenden.

Der beliebte Stadtteil Pankow, zu dem auch der Prenzlauer Berg gehört, verbietet deshalb beispielsweise den Einbau einer Fußbodenheizung oder eines zweiten Balkons. In Friedrichshain-Kreuzberg ist sogar eine Einbauküche verboten. Die Vorschrift zur Luxussanierung ist Teil des sogenannten „Milieuschutzes.“ Dieser „Milieuschutz“ macht Vorgaben, die der Erhaltung von sozialökonomischen Strukturen in Stadtbezirken gelten.

„Mit Milieuschutz haben wir in Berlin-Pankow 2001 angefangen, die Vorläufer gab es seit 1997. Heute heißt es soziales Erhaltungsrecht“, erklärt Jens-Holger Kirchner von der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Kirchner ist Bezirksstadtrat und Leiter der Stadtentwicklung in Pankow.

Kommentare zu " Immobilien in Berlin: Luxuriöses Gästeklo? Verboten!"

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  • Bizarr. Im Vergleich zu Paris oder London sind die Preise in Berlin ja immer noch echte Schnäppchen. Was ist daran auch unsozial? Viele wollen etwas haben, von dem es nicht so viel gibt, Preis geht also nach oben. In Berlin werden die Preise sicher weiter steigen.

  • Die Scheinheiligkeit von Rot-Grün offenbart sich auch in NRW. Rot-Grün regierte Kommunen schrauben fleißig an der Grundsteuer. Und das Land hat mal wieder die Grunderwerbssteuer erhöht. Beides zahlt im Endeffekt der Mieter. Rot-Grün verteuert eigentlich ständig das Wohnen. Und zwar für Vermieter und Mieter (ich bin beides).

  • Die Scheinheiligkeit von Rot-Grün offenbart sich auch in NRW. Rot-Grün regierte Kommunen schrauben fleißig an der Grundsteuer. Und das Land hat mal wieder die Grunderwerbssteuer erhöht. Beides zahlt im Endeffekt der Mieter. Rot-Grün verteuert eigentlich ständig das Wohnen. Und zwar für Vermieter und Mieter (ich bin beides).

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