Immobilien in Deutschland
Die Rally lässt sich einfach nicht stoppen

Der Immobilien-Index von Handelsblatt und Wirtschaftsforschern zeigt: Der Branche geht es bestens. Mieten und Kaufpreise sollen weiter steigen. Das Tool der Woche zeigt die besten Angebote in Ihrem Quartier.
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FrankfurtDie Zeiten für die Immobilienbranche könnten besser nicht sein. Die Zinsen sind nahe dem historischen Tief. Und auch die jüngsten Konjunkturprognosen sorgen für Optimismus. „Fast alle Wirtschaftsforschungsinstitute sehen eine Fortsetzung des Aufschwungs im Jahr 2016, manche halten sogar ein noch stärkeres Wachstum im Jahr 2017 für wahrscheinlich“, sagt Michael Voigtländer, Leiter Kompetenzfeld Finanz- und Immobilienmärkte beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln.

Für eine hohe Nachfrage ist auch in Zukunft gesorgt. Wegen der starken Zuwanderung wächst die Einwohnerzahl in Deutschland. Bis zu einer Million Flüchtlinge wird Deutschland laut Vizekanzler Sigmar Gabriel in diesem Jahr aufnehmen. Noch vor dem Winter brauchen sie zumindest Übergangsquartiere. Im kommenden Jahr, wenn aus Flüchtlingen anerkannte Asylbewerber geworden sind, werden sich die Zuwanderer Wohnungen suchen. „Schon jetzt fehlen bundesweit 800.000 Sozialwohnungen“, sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund.

Niedrige Zinsen, gute Konjunktur und eine steigende Nachfrage sorgen für positive Stimmung in der Immobilienbranche. Das belegt der Immobilien-Index des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) und des Handelsblattes, der die Geschäftslage und die Erwartungen der Immobilienbranche wiederspiegelt. Für die Studie werden jedes Quartal 130 Unternehmen aus der Immobilienbranche befragt.

Investoren und Projektentwickler blicken optimistisch auf die nächsten zwölf Monate. Rund zwei Drittel gehen davon aus, dass die Immobilienpreise auch in diesem Zeitraum steigen. Im Bereich Wohnimmobilien stieg die Erwartung auf steigende Preise zum Vorquartal um mehr als elf Prozentpunkte. Jetzt rechnen 74 Prozent mit steigenden Preisen. Weitere 50 Prozent erwarten Mietsteigerungen und mehr als 70 Prozent der Befragten möchten ihre Bestände erweitern und sehen trotz hoher Preise gute Renditechancen. Mit dem Wertfinder von Handelsblatt Online können Interessenten Angebotspreise und Mieten in ihrem Quartier ermitteln.

Das ist ein Trend, der auch private Käufer und Eigentümer von Wohnimmobilien erfreut. „Insbesondere in den deutschen Metropolen, allen voran Berlin, steigen die Kauf- und Mietpreise stabil, was auf eine gesunde Entwicklung der Wohnungsmärkte hinweist“, sagt Jacopo Mingazzini, Vorstand der Accentro Real Estate, die Wohnungsbestände privatisiert.

Der deutsche Wohnimmobilienmarkt bleibt auch bei Investoren weltweit gefragt. „Deutschland ist mit seiner föderalen Struktur, der hohen Transparenz und einem hoch liquiden Wohnimmobilienmarkt weiterhin der internationalste Wohnimmobilienmarkt Europas“, sagt Marcus Cieleback, Head of Research beim Bestandshalter und Dienstleister Patrizia. „Und das, obwohl in Deutschland – im Gegensatz zu beispielsweise Schweden, Spanien und den Niederlanden – die regulatorischen Entwicklungen im Zuge der Mietpreisbremse zugenommen haben.“

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Kommentare zu " Immobilien in Deutschland: Die Rally lässt sich einfach nicht stoppen"

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  • Warum sollte man jetzt vermietete Immobilien verkaufen ? Und wo das Geld dann anlegen ? Als
    Festgeld mit 0,03 bis vielleicht 1 % Zins ? Neben anderen habe ich z.B. 2003 ein kleines Appartement in der Kölner Innenstadt für 44.000 Euro gekauft, heute werden mir dafür 106.000 Euro geboten. Die Kaltmiete beträgt im Jahr risikolos 4920 Euro; bezogen auf den Kaufpreis von
    damals 44.000 ist das eine Rendite von 11,18 %. Das soll man verkaufen ? Dazu könnte ich noch mehrere eigene Beispiele anführen.

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