Immobilien

Londoner Mieter sind die Gewinner

Die Häuserpreise in Londons Nobelvierteln sind weiter auf dem Vormarsch. Anders verhält es sich mit den Mietpreisen: Diese sinken schon seit Jahren. Student und Milliardär werden so neuerdings zu Nachbarn.
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Blick auf das Harrods - die Ikone unter den großen internationalen Kaufhäusern: In noblen Londoner Stadtteilen wie Knightsbridge sind die Mieten in den letzten drei Jahren um 3,4 Prozent gefallen. Quelle: ap

Blick auf das Harrods - die Ikone unter den großen internationalen Kaufhäusern: In noblen Londoner Stadtteilen wie Knightsbridge sind die Mieten in den letzten drei Jahren um 3,4 Prozent gefallen.

(Foto: ap)

Student Phil Morris und seine drei Mitbewohner teilen sich die Monatsmiete von 2600 Pfund (3280 Euro) für ein Reihenhaus mit vier Schlafzimmern in Fulham, einem der reichsten Stadtteile Londons. Wer ein vergleichbares Haus in der Gegend kaufen will, muss pro Monat das Dreifache auf den Tisch legen. „Wir waren überrascht, dass wir in Fulham leben können, in so einem wohlhabenden Viertel”, sagt der 21-jährige Morris, der am Imperial College London Chemie studiert. „Es ist eine schöne Immobilie mit Platz für eine Familie in einer teuren Gegend.”

Die Immobilienpreise in den besten Wohnlagen Londons sind in den vergangenen fünf Jahren dreimal so stark gestiegen wie die Mieten. Das belegen die neusten Zahlen des Immobilienbrokers Knight Frank. Dadurch ist es deutlich günstiger, in Stadtteilen wie Knightsbridge, Mayfair und Kensington - in denen Milliardäre wie Lakshmi Mittal und Len Blavatnik residieren - ein Eigenheim zu mieten als es zu kaufen.

Es kommt nicht immer nur auf die Höhe an
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Platz 9: Zhengzhou Greenland Plaza

Das Zhengzhou Greenland Plaza ist das höchste Gebäude der zentralchinesischen Stadt Zhengzhou. Das Gebäude beherbergt zahlreiche Büros und ein 435-Zimmer-Hotel. Der speziell angefertigte Aluminium-Sichtschutz der Fassade bietet Sonnenschutz, leitet aber auch indirektes Sonnenlicht in das Gebäude. Zudem bringt ein Heliostat, auf der Spitze des Gebäudes, Sonnenlicht in das Atrium des Hotels. Das Gebäude ist 280 Meter hoch und verfügt über 56 Etagen.

Emporis ist einer der weltweit führenden Anbieter für Gebäudeinformationen und Bauprojekte. Der Emporis Skyscraper Award ist der weltweit renommierteste Preis für moderne Hochhaus-Architektur und wird seit 2000 vergeben.

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Platz 9: Renaissance Barcelona Fira Hotel

Das Renaissance Barcelona Fira Hotel (Höhe: 105 Meter) beeindruckt vor allem durch seine Fassade, die bis auf die schwarze Nordseite in Weiß erstrahlt. Die Fenster des Hotels bestehen aus palmenförmigen Ausschnitten. Der mit 300 Palmen bepflanzte Vertical Garden im Inneren des Gebäudes greift dieses Design wieder auf und macht das Hotel zu einer grünen Insel.

Die Jury bilden Architekturexperten aus aller Welt, die die nominierten Wolkenkratzer nach funktionalen, designbezogenen und technischen Kriterien bewerten. Frühere Gewinner waren unter anderem der Wolkenkratzer New York by Gehry at 8 Spruce Street in New York (2011), das Hotel Porta Fira in L’Hospitalet de Llobregat (2010) sowie der Aqua Tower in Chicago (2009).

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Platz 9: Dumankaya IKON

Der Wolkenkratzer (149 Meter hoch) in Istanbul besteht aus drei miteinander verflochtenen elliptischen Türmen, die auf der 12., 22. und 32. Etage miteinander verbunden sind. Dumankaya IKON beherbergt 1.022 Wohneinheiten und 37 Büros. Das Erdgeschoss ist für ein Shopping-Center gestaltet worden.

Ausgezeichnet werden übrigens immer nur die Wolkenkratzer, die im vorigen Kalenderjahr fertiggestellt wurden.

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Platz 8: Unicredit Tower

Der Unicredit Tower in Mailand fungiert als Hauptsitz der Unicredit Bank. Mit 218 Metern ist es das höchste Gebäude in Italien und noch aus einer Distanz von zehn Kilometern sichtbar. Auffallend ist zudem die Fassade, die durch LED-Leuchten die Farbe ändern kann.
Das Gebäude gehört zu einem Drei-Turm-Komplex, dem „Porta Nuova Garibaldi“, das Teil der Umgestaltung des Stadtgebiets Garibaldi Repubblica ist.

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Platz 7: Varyap Meridian

Varyap Meridian ist ein Komplex mit 1.500 Wohneinheiten, einem Fünf-Sterne-Hotel, Büros und Konferenzräumen im Bezirk Ataşehir in Istanbul. Die Fassade ist nahe dem Boden terrakottafarben, zur Spitze hin bläulich gestaltet, und soll sinnbildlich für die Erde und den Himmel stehen.

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Platz 6: Pearl River Tower

Der Pearl River Tower in Guangzhou, China integriert innovative Lösungen für Windenergie, Klima- und Solartechnik. Seit seiner Vollendung gilt er als einer der energieeffizientesten Wolkenkratzer weltweit. Mit einer Höhe von 310 Metern ist der Pearl River Tower der größte Wolkenkratzer des Emporis Skyscraper Award 2012-Rankings.

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Platz 5: House on Mosfilmovskaya 1

Das House on Mosfilmovskaya in Moskau besticht durch schräg im Raum stehende Sichtbetonstützen sowie durch eine Art Atrium, welches das Gebäude mit dem die 132 Meter hohen Nebenturm verbindet.
Mit 213 Metern Höhe gehört das House on Mosfilmovskaya 1 zu den zehn höchsten Gebäuden in ganz Russland.

Zwar ist es in Großbritannien generell günstiger, eine Immobilie zu kaufen als sie zu mieten, doch in den besten Lagen Londons ist das Gegenteil der Fall, bestätigt Lloyds Banking Group. In den besten Wohngegenden in der Mitte Londons sind die Mieten in den drei Jahren bis Ende Juni sogar um 3,4 Prozent gefallen, wie aus einem Bericht von Knight Frank hervorgeht. Gleichzeitig stiegen die Immobilienpreise in diesen Stadtteilen deutlich stärker als im Rest des Landes. Ausländische Investoren strömten auf den Markt und die rekordniedrigen Zinsen der Bank of England verführten viele Käufer ein Vielfaches ihres verfügbaren Einkommens als Kredit für Hauskäufe aufzunehmen.

Wer in London eine Immobilie kauft, nimmt dafür im Schnitt einen Kredit in Höhe des 3,1fachen des Jahreseinkommens auf. Dieser Anteil entspricht dem Stand vor der Finanzkrise und ist höher als in jeder anderen Region Großbritanniens, wie aus einer Studie von EY Item Club hervorgeht. Seit Juni 2009 sind die Immobilienpreise in Spitzen-Regionen Knight Frank zufolge um 65 Prozent hochgeschnellt.

„Die Faktoren, die das Kapitalwachstum angetrieben haben, sind nicht in gleicher Weise auf Mietsteigerungen anwendbar”, sagt Liam Bailey, Chef für Wohnimmobilien-Analyse bei Knight Frank. Er geht davon aus, dass sich die Preissteigerungen in London 2015 “deutlich” verlangsamen und - bei robustem Wirtschaftswachstum - langfristig bei vier bis fünf Prozent einpendeln werden. Die Mieten hingegen werden Bailey zufolge in diesem Jahr drei bis vier Prozent anziehen und langfristig 4,5 Prozent. Die Differenz zu den Kaufpreisen wird also “nicht signifikant abnehmen”, sagt er.


Monatliche Ersparnis von 4500 Pfund
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1 Kommentare zu "Immobilien: Londoner Mieter sind die Gewinner"

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  • Da sieht man, wie pervers die Generierung von künstlichem Spekulationsgeld durch die Zentralbanken ist. Mieten werden hingegen in der Regel aus erarbeitetem Realgeld bezahlt

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