Immobilien: Mehr Geld für CO2-Sanierungen

Immobilien
Mehr Geld für CO2-Sanierungen

Die Bundesregierung möchte das Förderprogramm für klimafreundliche Gebäudesanierungen aufstocken. Knapp eine Milliarde Euro sollen im nächsten Jahr bereitstehen. Zunächst sollte das Programm gekürzt werden.
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HB BERLIN. Gute Nachrichten für die Bau- und Immobilienindustrie, aber auch für private Immobilienbesitzer. Der Bund will wieder deutlich mehr Hauseigentümern verbilligte Kredite zur Sanierung und Wärmedämmung anbieten. Nach Angaben aus Regierungskreisen sollen die Mittel im kommenden Jahr mehr als verdoppelt werden. "Für die energetische Sanierung sollen 2011 rund eine Milliarde Euro zur Verfügung stehen", sagte ein Regierungsvertreter am Wochenende.

Nach ursprünglichen Haushaltsplanungen und kräftigen Kürzungen sollten dafür 2011 lediglich 450 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Diese würden jetzt um 500 Millionen Euro auf knapp eine Milliarde Euro wieder aufgestockt. Das Geld solle dem Bauressort zusätzlich aus dem allgemeinen Haushalt zufließen. Der Mieterbund kritisierte, dass mit dem Geld auch der komplette Ersatz schlecht gedämmter Häuser mitfinanziert werden sollte.

In kommenden Jahren soll das Programm auch aus dem Öko-Fonds finanziert werden, der sich aus Beiträgen der AKW-Betreiber speist. Dieses Geld soll im Gegenzug zu einer Laufzeitverlängerung fließen. Ferner kommen dem Fonds auch Erlöse aus dem Verkauf von CO2-Verschmutzungsrechten zu Gute. Größere Beträge sind daher aber erst ab 2013 zu erwarten.

Die Gebäudesanierung ist auch eines der Kernthemen im Energiekonzept der Regierung. Danach soll sich die Modernisierungsquote in den kommenden Jahren verdoppeln, was erhebliche zusätzliche Mittel erfordert. Hauseigentümer mit Zwang über steuerliche Zusatzbelastung zur Sanierung zu bewegen, war auf Widerstand bei Bauminister Peter Ramsauer und auch in der Koalition gestoßen.

Mit den Mitteln aus dem Programm werden die Zinsen für Baukredite der staatlichen KfW-Bank gesenkt, um einen Anreiz für Investitionen zu schaffen. Das Programm wird daher auch als Konjunkturmotor gerade für das Handwerk gewertet. "Wir sind für einen starken Akzent bei der Sanierung, denn jeder staatlich Euro löst das acht bis zehnfache an Investitionen aus", sagte Unions-Vize-Fraktionschef Arnold Vaatz.

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