Immobilien-Riese

Vonovia will mehr Geld ausschütten

Deutschlands größter Wohnungskonzern hat seinen Anleger für 2016 eine steigende Dividende in Aussicht gestellt. Nach der gescheiterten Übernahme der Deutschen Wohnen soll die Einkaufstour jetzt erst einmal beendet sein.
Deutschlands größter Wohnungskonzern will mehr Geld ausschütten. Quelle: dpa
Vonovia-Zentrale

Deutschlands größter Wohnungskonzern will mehr Geld ausschütten.

(Foto: dpa)

FrankfurtDeutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia lockt die Anleger nach der gescheiterten Übernahme der Rivalin Deutsche Wohnen mit der Aussicht auf weiter steigende Dividenden. Auch für das laufende Geschäftsjahr sei geplant, etwa 70 Prozent des operativen Ergebnisses (FFO) auszuschütten, kündigte Vorstandschef Rolf Buch am Donnerstag an. Das wären dann mehr als ein Euro pro Aktie.

Für 2015 sollen die Aktionäre 94 Cent pro Anteilsschein erhalten, ein Plus von 27 Prozent. Hoffnungen setzt Buch in den Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts. „Wir starten mit großem Optimismus in das Jahr 2016“, sagte er. Der Gewinn solle auf 690 bis 710 Millionen Euro zulegen – weitere Zukäufe noch nicht eingerechnet.

Hier werden Eigentumswohnungen immer teurer
Platz 10: Ingolstadt
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Die Preise für Eigentumswohnungen (Alt- und Neubau) haben im Jahr 2015 um insgesamt 14,5 Prozent zugelegt, berichtet der Marktbeobachter Empirica – so viel wie noch nie innerhalb eines einzigen Jahres seit der Jahrhundertwende.
Auf Platz 10 der Städte und Landkreise mit den teuersten Eigentumswohnungen findet sich Ingolstadt. Berücksichtigt man alle Baujahre zahlt ein potentieller Käufer in der Heimat des Autobauers Audi 3.396 Euro pro Quadratmeter Eigentumswohnung.

Platz 9: Freiburg
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Landflucht und Zuwanderung sorgen für vermehrte Nachfrage und treiben im Zusammenspiel mit „Renditenotstand und Billigzinsen auf der Angebotsseite“, so empirica, die Preise nach oben. Auf Platz neun der teuersten Städte liegt Freiburg. Wer hier eine Eigentumswohnung kaufen will, der zahlt im Schnitt 3.514 Euro pro Quadratmeter (Alt- oder Neubau).

Platz 8: Landkreis Ebersberg
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Die Analyse basiert auf der Auswertung von zwei Millionen Immobilieninseraten. Am achtteuersten wird der Wohnungskauf in Deutschland für Menschen, die es in den Landkreis Ebersberg östlich von München verschlägt. Wie überall in der Metropolregion treibt die Näher zur bayrische Landeshauptstadt auch hier die Preise nach oben. Pro Quadratmeter kostet die Eigentumswohnung hier durchschnittlich 3.534 Euro.

Platz 7: Fürstenfeldbruck
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Auch im oberbayrischen Landkreis Fürstenfeldbruck kommt Käufer von Eigentumswohnung die Nähe zu München gewissermaßen teuer zu stehen. Der Quadratmeter Eigentumswohnung kostet im Schnitt 3.663 Euro, Neubauten durchschnittlich 4.569 Euro.

Platz 6: Dachau
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Nordwestlich von München wird es in Dachau dann noch etwas teurer. Die Eigentumswohnung kostet noch einmal 35 Euro mehr pro Quadratmeter – 3.698 Euro nämlich. Neubauten schlagen durchschnittlich mit 4.362 Euro pro Quadratmeter zu Buche.

Platz 5: Landkreis Miesbach
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Alpines Gelände, der Tegernsee, eine gemeinsame Grenze mit – wer hätte es gedacht – dem Landkreis München: Im Süden Bayerns und des Regierungsbezirks Oberbayern liegt der Landkreis Miesbach. Und wer hier günstig eine Eigentumswohnung erstehen will, der findet in der Tat miese Bedingungen vor – und Preise von 3.789 Euro pro Quadratmeter. Betrachtet man nur Neubauten liegt der Preis bei 5.468 Euro.

Platz 4: Landkreis Nordfriesland
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Ein Ausreißer im Ranking, da nicht in Süddeutschland gelegen, ist der Landkreis Nordfriesland. Er ist sogar der nördlichste Landkreis Deutschlands mit Grenze zu Dänemark. Egal in welcher Sprache aber: 3.988 Euro pro Quadratmeter bleiben ein hoher Preis für eine Eigentumswohnung. Neubauten kosten 4.654 Euro durchschnittlich.

Anleger ließen sich anstecken. Mit einem Plus von über einem Prozent zählte die Vonovia-Aktie im frühen Handel zu den größten Gewinnern im Dax.

Vonovia war in den vergangenen Jahren über mehrere große Zukäufe – etwa Gagfah und Südewo – rasant gewachsen und 2015 als erstes Immobilienunternehmen überhaupt in die oberste deutsche Börsenliga aufgestiegen. Inzwischen verwaltet der Bochumer Konzern bundesweit etwa 370.000 Wohnungen und ist damit unangefochtener Marktführer.

Das größere Portfolio lässt die Mieteinnahmen sprudeln. Deshalb konnte Vonovia das FFO im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als verdoppeln auf 608 (2014: 287) Millionen Euro. Damit wurden nicht nur die eigenen Erwartungen übertroffen, sondern auch die Schätzungen der Analysten.

Einzig mit der milliardenschweren feindlichen Übernahme von Deutsche Wohnen war Buch im Februar gescheitert – weil die Anleger der Gegenseite nicht mitzogen. Einen neuen Anlauf in absehbarer Zeit schließt der Vonovia-Chef aus. Nach seinen Worten zeigt die Bilanz, dass Vonovia auch ohne zusätzliche Bestände Wertzuwächse erzielen kann. Denn die Mieten wurden erhöht und der Leerstand reduziert. In Zukunft will Buch vor allem Dienstleistungen rund um das Thema Wohnen ausbauen, etwa das Geschäft mit Kabelanschlüssen. Er liebäugelt auch mit dem Thema ambulante Pflege.

  • rtr
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