Immobilien
Spanischer Immobilienmarkt erlebt eine Renaissance

Vermögensverwalter reißen sich um spanische Immobilien. Vor zwei Jahren hätte daran noch keiner gedacht. Doch die Vorzeichen für ein Comeback stehen günstig. Risikofrei sind die Investitionen dennoch nicht.
  • 1

Dieser Ort sieht nicht aus, als würde hier einer der größten und klügsten Vermögensverwalter der Welt investieren. Die Glastüren sind zerschlagen, die Briefkästen kaputt und Graffiti überall zu sehen. Und doch hat sich Goldman Sachs die vier Gebäude umfassende Wohnhausanlage in Vallecas am südlichen Stadtrand von Madrid einverleibt – als Teil eines Kaufs von rund 3000 Wohnungen für Menschen mit niedrigen Einkommen. Die Bank zahlte im August 2013 für das Paket 201 Millionen Euro an die Regionalregierung von Madrid.

Blackstone, der weltgrößte Verwalter alternativer Investments, hatte im Juli 2013 für ein ähnliches Portfolio 125 Millionen Euro an die Stadt Madrid überwiesen.

Diese Wetten auf den spanischen Immobilienmarkt stellen einen Wendepunkt beim Investorenvertrauen dar. Fünf Jahre lang war das Land für ausländische Investoren Tabu gewesen. Nun allerdings steht Spanien in der Top-Liste von Private-Equity-Firmen, Hedgefonds und Staatsfonds bei der Jagd nach billigen Aktiva in Europa ganz oben.

„Es war das erste Mal, dass wir seit Beginn der 2000er Jahre aktiv geworden sind und Aktiva in dieser Größenordnung in Spanien gekauft haben“, sagt Jim Garman, weltweiter Co-Chef für Immobilien-Investments bei Goldman Sachs. Auch wenn sich der Ausblick für den Immobilienmarkt verbessert habe, gebe es für das Investment noch eine Menge Herausforderungen, damit es sich am Ende auch tatsächlich bezahlt mache.

Goldmans Partner vor Ort, die Madrider Private-Equity-Firma Azora Capital, will die Häuser renovieren und sich mit Hausbesetzern auseinandersetzen. Im dritten Quartal 2013 war die spanische Wirtschaft zum ersten Mal in zweieinhalb Jahren gewachsen, wenn auch nur ganz gering. Und im zweiten Quartal des laufenden Jahres legte das Bruttoinlandsprodukt um 0,6 Prozent zu – der beste Wert seit dem finalen Quartal 2007. Im April 2014 gewann schließlich auch der Einzelhandelsumsatz an Schwung.

Seite 1:

Spanischer Immobilienmarkt erlebt eine Renaissance

Seite 2:

„Es war so als wenn jeder plötzlich 'Spanien'! gedacht hat“

Kommentare zu " Immobilien: Spanischer Immobilienmarkt erlebt eine Renaissance"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Das ist wieder so ein "Traumbericht" über Spanien der deutschen Presse, damit den Dummen das Geld abgenommen werden kann.
    Spanien ist tot im Immobilienmarkt und auch wirtschaftlich, alles o. g. sind gewollte "Schutzbehauptungen" für den deutschen Bürger, damit der nicht in Frust über die Bankster und den € versinkt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%