Immobilien – Tool der Woche
Die neue Heimat

Der Immobilienbranche geht es blendend. Auch die Nachfrage von Flüchtlingen belebt das Geschäft. Wie Unternehmen sich auf die neuen Mieter einstellen und wie groß die Wohnungsnot in Deutschland tatsächlich ist.
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Frankfurt/DüsseldorfDie Flüchtlingskrise bestimmt seit Monaten die politische Debatte. Während Parteien und Regierung um Konzepte, Kontigente und Finanzierung ringen, herrscht in der Immobilienbranche heitere Gelassenheit.

„Die Stimmungslage der deutschen Immobilienwirtschaft ist nach wie vor glänzend“, sagt Michael Voigtländer, Leiter des Bereichs Finanz- und Immobilienmärkte beim Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. Der IW Immobilienindex, ein Stimmungsindikator auf Basis einer Umfrage unter rund 120 Unternehmen der Branche notiert beinahe unverändert auf einem hohen Niveau von 84 von Maximal hundert Punkten.

„Die Geschäftslage wird in allen Segmenten als sehr gut eingeschätzt“, sagt Voigtländer. Besonders positiv sehen die Wohnungsunternehmen ihre Lage. Der Index stieg im Vergleich zum Vorquartal auf einen Wert von 90, was einen Sprung von 14 Zählern gegenüber dem Vorquartal ausmacht.

Das liegt natürlich am positiven Gesamtumfeld. Die Zinsen für Baugeld sinken, die Nachfrage vor allem in den großen Städten steigt, und immer mehr private und institutionelle Investoren drängen auf den deutschen Immobilienmarkt, der als sicherer Hafen für Anlegergelder gilt.

Aber auch die Flüchtlingswelle spielt zunehmend eine Rolle. Im vergangenen Jahr kamen 1,1 Millionen Menschen auf der Suche nach sicherer Unterkunft nach Deutschland. Laut Schätzung der Immobilien-Experten des Forschungsinstituts Empirica bleiben gut die Hälfte der Flüchtlinge im Land. Alle, die bleiben dürfen, benötigen zumindest mittelfristig eine Wohnung.

Und über die Integration in den Arbeitsmarkt wird auch die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien steigen. „Der Flüchtlingszustrom hat mit dazu beigetragen, die Leerstandsquoten im Büroimmobiliensektor zu senken“, beobachtet Achim Degen, Deutschland-Chef des internationalen Maklerhauses Colliers.

Kommentare zu " Immobilien – Tool der Woche: Die neue Heimat"

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  • So isses. Es ist nur ein theaterstück mit austauschbaren Schauspielern, nur der Drehbuchautor bleibt im Dunkeln.

  • Über kurz oder lang drücken die Sozis doch eine verbindliche Migrantenquote durch und dann ist man verpflichtet. Die Stossrichtung der aktuellen Politik ist klar und man soillte sich da langfristig gar nichts vormachen.

    Gewollt ist der Sozialismus für die Massen. Und da komt das Wort Eigentum nicht vor -selbst wenn das im Grundgesetzt steht, liebe Leute.

  • Wenn Mutti fällt, kommt Uschi. Und die kann sich auf dieselben Lügenbolde verlassen.

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