Immobilien
US-Hedgefonds Aurelius schießt bei IVG-Rettungsversuch quer

Der Investor der New Yorker Hedgefonds Aurelius fühlt sich benachteiligt – und bringt deshalb womöglich die Rettungspläne für die Immobiliengesellschaft IVG zum Platzen. Deadline für den Sanierungsplan ist der 30. Juli.
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FrankfurtEin großer Gläubiger der IVG droht die Rettungspläne für die angeschlagene Immobiliengesellschaft zu durchkreuzen. Der New Yorker Hedgefonds Aurelius Capital Management, der nach eigenen Angaben mehr als 30 Prozent einer Wandelanleihe der IVG und andere IVG-Papiere aufgekauft hat, schoss am Dienstag quer: Der Plan benachteilige die Gläubiger der 400 Millionen Euro schweren Wandelanleihe im Vergleich zu den Kreditgebern eines syndizierten Kredits über 1,35 Milliarden Euro, erklärte der Investor in einer Pressemitteilung.

In den Berechnungen der IVG steckten „Fehler“, nach deren Beseitigung den Käufern der Wandelanleihe mehr und den Kreditgebern weniger bliebe, argumentierten die Amerikaner.

„Das ist die Meinungsäußerung eines Beteiligten in dem Prozess, die wir nicht weiter kommentieren möchten“, erklärte IVG.

Am Wochenende hatte die IVG noch von positiven Signalen der Kreditgeber-Vertreter und wichtiger Gläubiger der Wandelanleihe gesprochen. Doch eine Einigung lässt auf sich warten. Neuer Termin dafür ist der 30. Juli. Spätestens dann muss der Sanierungsplan stehen, damit die IVG ihn am 12. September ihren Aktionären präsentieren kann. Sie gingen im Zuge des geplanten Schulden- und Kapitalschnitts wie die Käufer einer Hybridanleihe weitgehend leer aus. IVG soll am Ende den bisherigen Gläubigern gehören, die im Gegenzug auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichten. Doch damit das klappt, müssen alle Gläubiger zustimmen.

Aurelius Capital gilt als aggressiver Hedgefonds. Zuletzt hatte er in der milliardenschweren Übernahmeschlacht um das US-Internet-Unternehmen Clearwire Schlagzeilen gemacht, in das er sich eingekauft hatte. Die IVG spricht nach Ansicht von Aurelius dem Kredit-Syndikat mehr Sicherheiten zu, als ihm zustünden.

Nach der von Aurelius „korrigierten“ Berechnung könnten die Inhaber der Wandelanleihe damit rechnen, bis zu 73 Prozent statt maximal 41 ihres Einsatzes zurückzuerhalten, den Kreditgebern blieben dann statt 46 bis 55 Prozent nur 39 bis 52 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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