Immobilien Verschmähtes Erbe

Wer ein Haus erbt, sollte sich eigentlich glücklich schätzen. Doch das gilt nicht mehr. Wegen hoher Kosten überlassen viele Erben ihren Nachlass dem Staat. Der ist zum größten Immobilienerben Deutschlands geworden.
Wegen des demografischen Wandels gehen viele Häuser in Staatsbesitz über.
Keine Erben, keine Käufer

Wegen des demografischen Wandels gehen viele Häuser in Staatsbesitz über.

MünchenDer Staat ist der größte Erbe von Wohnhäusern in Deutschland. Die 16 Bundesländer sind auf dem Wege der Erbschaft mittlerweile Allein- oder Miteigentümer von rund 10.000 Wohnhäusern und privaten Liegenschaften geworden, wie eine bundesweite Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Länderverwaltungen und Bezirksregierungen ergeben hat. Den Rekord hält mit weitem Abstand Bayern, wo sich nach Angaben des Münchner Finanzministeriums derzeit 7.251 Wohnhäuser im Besitz des Freistaats befinden – 3.857 davon im Alleineigentum, bei den restlichen Gebäuden als Miteigentümer.

Fiskalerbschaften fallen an den Staat, wenn die Erben entweder ihr Erbe ausschlagen oder sich kein Erbe finden lässt. Bayern liegt zwar in vielen Ländervergleichen vorn, doch der Spitzenwert bei geerbten Wohnhäusern ist der CSU-Staatsregierung in München eher unwillkommen.

So sparen Sie Geld beim Heizen
Heiztemperatur richtig wählen
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Heiztemperatur richtig wählen

Auch wenn die Räume im Haus unterschiedlich warm sind, fühlen wir uns wohl. In Wohnräumen sind zwischen 20 und 22,5 Grad für die meisten Menschen angenehm, in Kinder- und Badezimmern darf die Temperatur auch gern zwei oder drei Grad darüber liegen. Für Schlafzimmer sind 15 bis 17 Grad ausreichend.

Temperaturabsenkung bei Abwesenheit
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Temperaturabsenkung bei Abwesenheit

Moderne Heizungen senken je nach Uhrzeit und Außentemperatur die Zieltemperatur der Heizanlage, bei älteren Anlagen muss die Steuerung von Hand über die Heizkörperregler erfolgen. Wer tagsüber nicht da ist, sollte die Raumtemperatur aber nicht unter 15 Grad fallen lassen. Fällt die Temperatur unter zwölf Grad, dauert das erneute Aufheizen zu lange und verschlingt besonders viel Energie. Zudem steigt das Schimmelrisiko, weil warme feuchte Luft an den kalten Wänden kondensiert. Deshalb sollte auch bei längerer Abwesenheit wegen Urlaubs die Temperatur auf mindestens zwölf Grad eingestellt sein. Eine um ein Grad gesenkte Temperatur kann die Heizkosten um bis zu sechs Prozent drücken.

Türen, Fenster und Rollladenkasten abdichten
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Türen, Fenster und Rollladenkasten abdichten

Durch die Ritzen an Türen und Fenstern geht insbesondere in Altbauten viel Wärme verloren. Mit Hilfe von selbstklebenden Isolierbändern, Bürstendichtungen oder Zugluftstoppern für Türen und dünnen Dämmmatten für Rollladenkästen lässt sich der Wärmeverlust oft deutlich reduzieren. Dichte Fenster können die Heizkosten angeblich um bis zu 30 Prozent senken.

Heizkörper entlüften
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Heizkörper entlüften

Ein Heizkörper, in dessen Innerem sich Luft befindet, wird nicht richtig warm, weil der Durchfluss des aufgeheizten Wassers vermindert ist und Luft zudem hervorragend isoliert. Weil die Räume aber nicht warm werden, bleiben die Thermostatventile offen und die Heizung läuft ständig, um die Zieltemperatur zu erreichen. Idealerweise entlüftet man alle Heizkörper zu Beginn der Heizperiode einmal. Dadurch sollen sich die Heizkosten um bis zu 15 Prozent reduzieren.

Regelmäßige Wartung
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Regelmäßige Wartung

Gerade der Brenner von Heizungsanlagen – gemeinhin Heizkessel genannt – muss regelmäßig eingestellt werden, damit er effizient arbeitet. Außerdem beseitigt der Heizungstechniker Brennrückstände und kann kontrollieren, ob An- und Abluft freie Bahn haben. Durch die Wartung können bis zu fünf Prozent der Heizkosten eingespart werden.

Heizkörper frei lassen, zur Wand isolieren
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Heizkörper frei lassen, zur Wand isolieren

Das Sideboard oder das Sofa vor dem Heizkörper bremst dessen Effizienz. Von einer warmen Kommodenrückwand hat niemand etwas. Rund um den Heizkörper muss die Luft zirkulieren können. Damit kalte Luft ungehindert vom Heizkörper erwärmt werden kann, benötigt dieser auch mehrere Zentimeter Abstand zum Boden. Nur dann heizt sich kalte Luft schnell auf und es verteilt sich die erwärmte Luft auch im Raum. Vorhänge und Gardinen, die vor Heizkörpern hängen, sind ebenfalls unbedingt zu vermeiden. Umgekehrt kann eine nur wenige Millimeter dicke Isolierfolie beziehungsweise -tapete hinter dem Heizkörper dafür sorgen, dass wesentlich weniger Wärme nach außen gelangt, sondern dem Raum zugute kommt.

Zeitprogrammierung nutzen
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Zeitprogrammierung nutzen

Entweder über die zentrale Heizungssteuerung oder über programmierbare Thermostate lässt sich die Heiztemperatur ideal an die Bedürfnisse anpassen. So kann zum Beispiel werktags zwischen 8 und 15 Uhr die Heizleistung reduziert werden, am Wochenende aber wird auf die Absenkung verzichtet.

Denn der Verkauf von Fiskalerbschaften bringt den Länderhaushalten in der Regel zwar geringfügige Einnahmen – doch sei der Verwaltungsaufwand sehr hoch, wie es in den Ministerien mehrerer Länder übereinstimmend heißt. Kein anderes Bundesland hat eine vierstellige Zahl von Wohnhäusern und Liegenschaften geerbt. An zweiter Stelle hinter Bayern folgen Hessen und Thüringen mit 742 beziehungsweise 581 bebauten Grund- und Flurstücken.

Die Fachleute in den Behörden werten die Zahlen als Indiz des demografischen Wandels. „Der Anteil älterer Menschen ohne Angehörige steigt“, sagt eine Sprecherin der Bezirksregierung im westfälischen Münster.

Eine große Rolle spielen auch ökonomische Faktoren: So boomt in Bayern zwar die Wirtschaft im Großraum München, doch in vielen ländlichen Landesteilen schwindet die Bevölkerung. Dementsprechend lassen sich dort nur mit Mühe Käufer finden, die Immobilienpreise sinken. Ein Beispiel: Im oberfränkischen Landkreis Kronach im Nordosten Bayerns ist ein gebrauchtes Ein- oder Zweifamilienhaus laut Immobilienmarktbericht der Staatsregierung im Schnitt für nur noch 85.000 Euro zu haben – im Landkreis München kostet eine vergleichbare Immobilie dagegen 1,5 Millionen.

Genug Wohnraum in Deutschland, aber an falschen Stellen
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