Immobilien: Wo ausländische Käufer in Deutschland zuschlagen

Immobilien
Wo ausländische Käufer in Deutschland zuschlagen

Der Markt für Wohnimmobilien feiert einen spektakulären Start ins neue Jahr. Der Boom lockt auch Käufer aus dem Ausland. Warum Deutschland trotz Preisrally attraktiv bleibt und wo Investoren aus der Fremde suchen.
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DüsseldorfWie sehr der deutsche Immobilienmarkt derzeit brummt, zeigt der Blick auf die Bilanz des ersten Quartals. „Bereits zum Jahresanfang zeichnet sich ein neuer Rekordwert mit deutschen Wohnimmobilien ab, der das Ergebnis des letzten Booms 2005 deutlich überbieten könnte“, sagt Konstantin Lüttger, Head of Residential Investment bei CBRE in Deutschland.

172.000 Wohnpakete und Wohnanlagen im Wert von rund 10,6 Milliarden Euro wechselten den Besitzer, wie die Auswertung des Transaktionsvolumens von Deals mit mehr als 50 Einheiten zeigt. Die Zahl der verkauften Wohnungen stieg um 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Durchschnittspreis legte um zehn Prozent auf 61.100 Euro zu.

Auch ohne den Megadeal des Jahres - die Übernahme der Gagfah durch die Deutsche Annington - lag das Volumen der Transaktionen mit insgesamt gut 2,6 Milliarden Euro über dem durchschnittlichen Quartalsergebnis der letzten vier Jahre. Im Jahresverlauf könnte ein neuer Rekord mit bis zu 20 Milliarden Euro erzielt werden.

„Der Wettbewerb um deutsche Wohnimmobilien wird weiter zunehmen, sodass sich die Renditen für erstklassige Wohnungspakete auf dem aktuell niedrigen Niveau weiter verfestigen“, erklärt Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland. „Dafür sorgt der kontinuierliche Zustrom neuer Anlegergelder, die am deutschen Markt investieren.“

Die niedrigen Zinsen für Baugeld und der Notstand an sicheren Anlagemöglichkeiten verleiten längst nicht mehr nur institutionelle Investoren oder einheimische Zinshaus-Käufer zu Investitionen. Zunehmend kommen die Käufer aus dem Ausland. Die Gründe sind vielfältig. Einige möchten ihr Geld sicher anlegen. Andere kaufen um ihr Objekt selbst zu nutzen.

Kommentare zu " Immobilien: Wo ausländische Käufer in Deutschland zuschlagen"

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  • Eine wirklich interessante Konstellation - Im Jahr 2015 wird der Immobilienmarkt maßgeblich von den Faktoren "Bestellerprinzip", "Mietpreisbremse" und "Immobilienportal-Direktvermittler" bestimmt.
    Werden die Makler aus dem Markt geworfen? Nein, tatsächlich bieten sich ihnen umfassende Profilierungsmöglichkeiten:

    Welche Gefahren der Branche jetzt drohen:
    http://www.sessionale.de/die-verfluchten-portale.html

    Worauf es jetzt ankommt:
    http://www.sessionale.de/maklern201-neue_anforderungen_neue…

  • Der Immobilienmarkt boomt ganz gewaltig- das merkt man, wenn man selbst auf der Suche ist. Frustrierend ist diese Suche besonders, wenn man keine Finanzierung benötigt und an die Sparkassen, Volksbanken etc. als Makler gerät. Es scheint zunehmend so zu sein, dass man als Interessent und Cashzahler wochenland vertröstet wird, bis das Objekt dann verkauft ist - an jemanden, der eine Finanzierung benötigt. Das teilweise sogar zum Nachteil des Verkäufers, weil diese Banken an der Finanzierung anscheinend ebenso gut verdienen wie an der Courtage und nicht den Käufer wählen, der den höchsten Preis zahlt, sondern den, der die höchste Finanzierung benötigt. Wir machen den Weg frei - ein Witz !!

  • Ja, das ist schon interessant. Es ist einfach zu viel Geld im Markt. Dieses Geld ist wie eine Herde ausgewilderter Pferde, die immer größer wird und niedertrampelt was andere Menschen als ihre Rente, die bezahlbare Mietwohnung und anderes mehr an Lebensmitteln bedeutet.

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