Der Dienstleister Jones Lang Lasalle (JLL) baut das Geschäft mit Wohnimmobilien in Deutschland stark aus. Grund dafür: Das Interesse von Großanlegern an Wohnungen wächst - JLL wittert ein zusätzliches Geschäft. Damit stoßen die Frankfurter in eine Marktlücke und sichern sich einen Wettbewerbsvorteil vor der Konkurrenz.
Immobiliendienstleister: Neuer Player im Geschäft mit Wohnimmobilien
Der Immobiliendienstleister Jones Lang Lasalle baut sein Wohnimmobilien-Geschäft stark aus. Quelle: ap
FRANKFURT. Jones Lang Lasalle Deutschland (JLL) zieht die Beratung im Wohnimmobilien-Investmentgeschäft groß auf. Die neue Abteilung leitet Malte Maurer, der zuletzt bei der Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen
(Deuwo)
für die bundesweiten Portfolio-Transaktionen verantwortlich war. Die Frankfurter stoßen damit in eine Marktlücke und sichern sich gleichzeitig einen Wettbewerbsvorsprung vor den anderen international agierenden Maklerhäusern in Deutschland. Denn bisher bietet keiner der großen Wettbewerber in Deutschland im Wohnungssektor das komplette Investmentgeschäft von der Transaktionsanbahnung, Objektbewertung, Portfolioprüfung (Due Diligence) bis zur Strukturierung der Finanzierung an.
JLL war bisher wie zum Beispiel auch der international stärkste Wettbewerber, CB Richard Ellis
(CBRE), ein Gewerbeimmobilienspezialist, der im Wohnungssektor lediglich Bewertungs- und Due-Diligence-Aufträge in großem Umfang abwickelte.
"Wohnen steht im Fokus der Investoren", stellte die Beratungsfirma Ernst & Young kürzlich nach einer Umfrage unter institutionellen Immobilieninvestoren fest. In der Branche werden gegenwärtig mindestens 15 Wohnimmobilienfonds für diese Gruppe der Großanleger gezählt. Ihr Zielvolumen beträgt grob überschlagen sieben Mrd. Euro und dürfte weit überwiegend noch nicht investiert sein. "Diese Fonds könnten unsere Kunden sein und hundert weitere Kunden - Family Offices, Versicherungen, Altersversorger und Private-Equity-Gesellschaften", sagt Wohnimmobilien-Experte Maurer. Über diese Gruppen hinaus expandieren auch Maurers Ex-Arbeitgeber Deuwo
und die gleichfalls börsennotierte Wohnungsgesellschaft KWG Kommunale Wohnen
. Nicht zu vergessen: Auch die Deutsche Annington, Tochter des britischen Finanzinvestors Terra Firma und mit 220 000 vermieteten und verwalteten Wohnungen ein Schwergewicht der Branche, will weiter zukaufen.
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