Immobilienentwickler
JK Wohnbau will an die Börse

Der Münchener Immobilienentwickler JK Wohnbau plant eine Erstnotiz im Frankfurter Premiumsegment Prime Standard für den 11. November. Das Unternehmen entwickelt neue und sanierte Wohnprojekte in München und damit am teuersten Immobilienmarkt der Republik.
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FRANKFURT. Wer so viele Karten gleich auf den Tisch legt, der scheint sich seiner Sache ziemlich sicher zu sein. Der Münchener Wohnprojektentwickler JK Wohnbau gab gestern seine geplante Erstnotiz im Frankfurter Premiumsegment Prime Standard für den 11. November bekannt.

Dazu präsentierte das Management gleich weitere Daten, die bei anderen Börsenkandidaten oft erst häppchenweise nach Dutzenden von Investorentreffen veröffentlicht werden. Elf Millionen Stückaktien werden angeboten, die Preisspanne liegt zwischen sieben und acht Euro, gezeichnet werden können die Papiere zwischen dem 27. Oktober und dem 4. November, und begleitet wird die Emission von der Quirin Bank. JK Wohnbau wäre damit der sechste Börsengang in diesem Jahr im Prime Standard und der erste, der sich nach einer sehr ausgeprägten Sommerpause wieder an den Markt wagt.

2009 war das beste Jahr der Geschichte

Das im Jahr 1995 gegründete Unternehmen entwickelt neue und sanierte Wohnprojekte in München und damit am teuersten Immobilienmarkt der Republik. Dort ist man nach realisierten Objekten die Nummer drei am Markt. „Momentan entwickeln wir etwa 1.700 Neubau-Wohneinheiten mit einem Umsatzvolumen im mittleren dreistelligen Millionenbereich“, sagt Gründer und Vorstandschef Josef Kastenberger. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen bei den notariell beurkundeten Kaufverträgen im Wert von 125 Millionen Euro den höchsten Stand seit Gründung des Unternehmens erreicht. Ein Jahr vorher waren es gerade 60 Millionen Euro.

Dass die Preissteigerungen am ohnehin teuren Münchener Wohnungsmarkt so weitergehen, ist sich Kastenberger sicher. „Wir hatten hier in den vergangenen zehn Jahren Preissteigerungen von 2,5 bis drei Prozent pro Jahr, das ist moderat im Vergleich zu London oder Paris“, sagt er. In London sind die Preise dreimal so hoch wie in München, in Paris fast zweimal so hoch.

Mit dem Erlös aus dem Börsengang, der zwischen 77 und 88 Millionen Euro liegt, soll in den Kauf weiterer Grundstücke für neue Projekte investiert werden. Auch sollen Objekte für die Sanierung und Privatisierung gekauft werden.

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