Immobilienfonds: Fondsanleger brauchen viel Geduld

Immobilienfonds
Fondsanleger brauchen viel Geduld

Die Immobilienmärkte lassen die Krise hinter sich. Die Investitionssummen werden für 2011 stabil bleiben, doch Anleger in Immobilienfonds werden davonin diesem Jahrnoch nichts spüren. Die Ausgestaltung des Investmentgesetzes wird das neue Jahr entscheidend mitgestalten.
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DÜSSELDORF . Die Renditen deutscher offener Immobilienfonds bleiben auch im kommenden Jahr mager. Der Aufschwung auf den Gewerbeimmobilienmärkten kommt bei den Fonds noch nicht an. Das ergab eine Umfrage unter den vier großen Anbietern Commerz Real, Deka Immobilien, Rreef und Union Investment Real Estate. Gemeinsam kommen sie mit ihren Kleinanlegerfonds auf ein Volumen von rund 52 Milliarden Euro. Sie alle nehmen uneingeschränkt Anteile zurück, während einige Konkurrenten ihre offenen Immobilienfonds derzeit eingefroren haben oder bereits abwickeln.

Nach den jüngsten Zahlen des Branchenverbandes BVI bewegen sich die Einjahresrenditen dieser Fonds per Ende November zwischen 1,3 Prozent beim zur Deka-Gruppe gehörenden Westinvest und 3,3 Prozent beim Hausinvest der Commerzbank. Das ist wenig gegenüber früher üblichen vier bis fünf Prozent. "Deutlich steigende Renditen werden wir mit unseren offenen Immobilienfonds in diesem Jahr noch nicht erzielen. Das gilt vermutlich auch für die Branche insgesamt", sagt Reinhard Kutscher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Union Invest Real Estate.

Matthias Danne, Immobilienvorstand der Dekabank, sieht die Rendite der beiden Deka-Fonds auf dem Niveau des Vorjahres, weil die Zinsen für Liquiditätsanlagen niedrig blieben und auch 2011 noch kein nennenswerter Beitrag aus der Wertentwicklung der Immobilienobjekte zu erwarten sei. Commerz-Real-Vorstand Erich Seeger erwartet für den Hausinvest eine "Verstetigung" der jüngeren Wertentwicklung von über drei Prozent. Hohe Kassenbestände senken zwar das Risiko, einen Fonds einfrieren zu müssen, weil viele Anleger ihre Anteile zurückgeben. Doch sie nagen an der Rendite, etwa bei den Fonds der Union Invest Real Estate, deren Kassenbestände sich zwischen 20 und 34 Prozent bewegen. Auch die Fonds von Rreef (Grundbesitz Europa und Grundbesitz Global) und von Deka Immobilien haben Liquiditätsquoten von mehr als 20 Prozent. Insofern hat sich das Risiko, dass die Commerz Real mit viel niedrigeren Liquiditätsquoten von aktuell 15 Prozent in ihrem Fonds Hausinvest einging, für die Anleger gelohnt.

Zum Teil werden die Fonds, etwa die der Union Investment Real Estate, versuchen, die Liquidität durch Immobilienkäufe wieder etwas herunterzufahren. Im Fokus stehen dabei weiter Einzelhandelsgebäude.

Teure Immobilien bremsen Fonds

"Die Fonds suchen unverändert Gebäude in Toplagen, die langjährig an zahlungskräftige Nutzer vermietet sind", sagt Sonja Knorr, Immobilienfondsanalystin bei der Ratingagentur Scope. "Die Konkurrenz um solche Objekte ist groß." Das treibt die Preise.

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  • Man sollte eine Anlageklasse immer nur mit auch wirklich vergleichbaren Anlagemöglichkeiten vergleichen.Einmal abgesehen von den Managementfehlern, die von einigen Fonds gemacht worden sind: die meisten offenen immobilienfonds haben sich auch in der Krise, in der es anderswo 50% und mehr Wertverlust gab, ganz vernünftig gehalten. Und was ist denn eine sinnvolle Alternative für einen Anleger, der einen Teil seines Vermögens beispielsweise zur Werterhaltung in immobilien anlegen möchte? Sich das Klumpnerisiko einer Eigentumswohnung zulegen und sich mit den Mietern rumschlagen?

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