Immobiliengesellschaften finden nicht schnell genug geeignete Objekte für Investitionen
Auslandsfonds schwimmen im Geld

Der Mittelzufluss der offenen Immobilienfonds stagniert in diesem Jahr. Was die auf Deutschland fokussierten Fonds verlieren, gewinnen die international investierenden zurück. Doch gerade der Erfolg der Auslandsfonds bringt die Branche in Verlegenheit, weil sie das Geld nicht schnell genug anlegen kann. Hohe Kassenbestände aber drücken die Rendite.

HB FRANKFURT/M. In Zahlen ausgedrückt: Die Nettozuflüsse des Grundbesitz-Global der DB Real Estate von rund 740 Mill. Euro haben nach den ersten acht Monaten nahezu ausgeglichen, was der Grundbesitz-Invest verloren hat. Der konkurrierende Difa-Global hat mit 480 Mill. Euro bis Ende August ein knappes Drittel dessen eingespielt, was Difa-Fonds Nr. 1 und Difa-Grund in der gleichen Zeit abgegeben haben. Und bei der Degi bringt der „International“ die Gesellschaft insgesamt ins Plus.

Das viele Geld in der Kasse der global anlegenden Fonds verwässert die Immobilienrendite, weil der Geldmarkt im Moment nicht mehr als zwei Prozent Zinsen hergibt. Daher sind Difa-Vorstand Reinhard Kutscher 40 Prozent freie Mittel inklusive fünf Prozent vorgeschriebener Mindestliquidität im Difa-Global „zu viel“. Degi-Chefin Bärbel Schomberg kämpft im Degi International sogar mit 55 Prozent Kasse. Ein Überschreiten der 50-Prozent-Markt ist nur relativ jungen Fonds wie diesem im Februar 2003 aufgelegten Produkt erlaubt.

Wegen des Renditeproblems tritt der Vertrieb der Investmentgesellschaften bei den Global-Fonds auf die Bremse. So steht der Degi International zurzeit nicht auf der Liste der Kaufempfehlungen der Dresdner Bank. Genauso wenig forciert die Deka den Verkauf des Deka Immobilien-Global. Und die DB Real Estate hat den Verkauf von Grundbesitz-Global-Anteilen im August ausgesetzt.

Gleichzeitig suchen die Manager intensiv nach geeigneten Objekten Gas. Was nicht so einfach ist. Degi-Immobilienanalyst Thomas Beyerle stellt fest: „Weltweit sinken die Immobilienrenditen.“ Die Fonds wollen eine sechs vor dem Komma sehen. Das lässt sich an exotischen Standorten wegen der höheren Risiken leichter verwirklichen als in etablierten Märkten.

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