Immobilienkonzern
IVG hat Ärger mit Londoner „Gurke“

Gerade sein Prestigeprojekt, das Londoner Bürohochhaus Gherkin, macht dem Bonner Immobilienkonzern IVG nun Sorgen. Das Hochhaus konnte die Mieterwartungen nicht erfüllen – und hat massiv an Wert verloren.
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FrankfurtDer verlustreiche und hochverschuldete Bonner Immobilienkonzern IVG hat Ärger mit einem weiteren einstigen Prestigeprojekt: Dem Londoner Bürohochhaus Gherkin ("Die Gurke"), an dem die IVG über ihren Fonds EuroSelect14 beteiligt ist. Der Fonds steckt in Schwierigkeiten, weil die Banken als Fremdkapitalgeber den Stecker ziehen könnten, wie ein IVG-Sprecher am Mittwoch einräumte.

Hintergrund ist ein massiver Wertverlust des 180 Meter hohen Gebäudes, das die Mieterwartungen nie erfüllt hat, verbunden mit einem starken Anstieg des Verschuldungsgrades, der maßgeblich Wechselkurseffekten geschuldet ist.

Die IVG arbeitet nun mit Hochdruck daran, die Darlehen, die auf der "Gurke" lasten, umzuwandeln - und zwar von Schweizer Franken in Pfund, wie der Konzernsprecher sagte. Dies sei eine Forderung der Banken. Das Hochhaus in der Londoner City war 2006 in Franken finanziert worden, der seither zum Pfund aber deutlich zugelegt hat. Das trieb den Verschuldungsgrad auf annähernd 100 Prozent, wie die IVG auf ihrer Webseite erläutert.

Ab einer Schwelle von 67 Prozent können die Banken die Kreditvereinbarung aufkündigen. Im EuroSelect14 sind zahlreiche Privatanleger investiert, die massive Verluste befürchten. Die ersten Anwaltskanzleien laufen sich bereits für Schadenersatzklagen warm.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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