Immobilienkredite Häuslebauer aufgepasst – Baugeld wird teurer

Hausbauer und -käufer werden wahrscheinlich keine Freunde von Donald Trump. Sein Wahlsieg in den USA hat auch in Deutschland die Zinsen steigen lassen. Wer jetzt einen Hypothekenkredit abschließt, muss mehr bezahlen.
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Nach dem Trump-Sieg wird die Baufinanzierung teurer. Quelle: dpa
Hausbau

Nach dem Trump-Sieg wird die Baufinanzierung teurer.

(Foto: dpa)

Düsseldorf„Ich bin mit Prognosen immer gut gefahren, ich habe nie welche abgegeben.“ Der Satz wird dem legendären Deutschbanker Hemann-Josef Abs zugeschrieben. Hätten sich die Baufinanzierungs-Vermittler Interhyp und Dr. Klein Abs zum Vorbild genommen, müssten sie sich nun nicht vorwerfen lassen, bei der Vorhersage der Baugeldkonditionen nicht vor steigenden Zinsen gewarnt zu haben.

Tatsächlich steigend die Hypothekenzinsen. Nachdem in den vergangenen Tagen mehrere große Baufinanzierer die Zinsen erhöht haben, zeigen die Hypothekenzinsindizes der FMH-Finanzberatung am Donnerstag für alle vier Zinsbindungs-Laufzeiten – von fünf über zehn und 15 bis zu 20 Jahre – steigende Zinsen an.

Hier liegen die teuersten Einkaufsstraßen Europas
Einkaufen in Europa
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Das Unternehmen Cushman & Wakefield hat in seinem jährlichen Report die Spitzenmieten von internationalen Einkaufsstraßen veröffentlicht. Besonders viele italienische und deutsche Städte befinden sich unter den Standorten. Ein Überblick, in welchen Städten sich die teuersten Shoppingstraßen in Europa befinden.

Platz 15: Köln
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Zu den teuersten Einkaufsstraßen in Europa gehört die Schildergasse in Köln. Mieter aus dem Einzelhandel zahlen dort bis zu 295 Euro pro Quadratmeter im Monat. Zwar sind die Mietpreise im Vergleich zum Vorjahr nicht gestiegen, dennoch steigt die Stadt am Rhein einen Platz im Ranking auf.

Platz 14: Berlin
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Sie ist die Fortsetzung des Kurfürstendamms und zählt zu den teuersten Einkaufsstraßen Europas: Die Tauentzienstraße in Berlin. Genau wie 2015 liegen die Top-Mieten dort bei 305 Euro pro Quadratmeter im Monat. Allerdings steigt die Hauptstadt in dem Ranking im Vergleich zum Vorjahr einen Rang weiter nach oben.

Platz 13: Genf
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Während Einzelhändler auf der Rue de Rhone in Genf 2015 noch durchschnittlich 320 Euro für einen Quadratmeter im Monat zahlen mussten, liegt der Preis aktuell bei 308 Euro. Günstiger geworden ist die Luxusmeile damit nicht wirklich. Folge des leichten Preisrückgangs ist allein der Wechselkurs zum Schweizer Franken. Auf Euro-Basis rutschte die Stadt dennoch im Ranking um zwei Plätze nach unten.

Platz 12: Hamburg
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Um ein Geschäft auf der Spitalerstraße in Hamburg zu mieten, muss der Einzelhändler bis zu 310 Euro für einen Quadratmeter im Monat bezahlen. Das ist genauso viel wie 2015 – dennoch steigt die Hansestadt im Europa-Ranking von Platz 14 auf Platz zwölf.

Platz 11: Frankfurt
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Die Zeil ist der Ort, an dem Händler in Frankfurt sein wollen: Für einen Quadratmeter Laden sind sie 2016 deshalb bereit, bis zu 315 Euro zu zahlen. Wie Hamburg steigt damit Frankfurt bei stabilem Mietniveau im Ranking um zwei Plätze nach oben.

Platz 10: Venedig
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Zu den zehn teuersten Einkaufsstraßen in Europa zählt die Calle Larga XXII Marzo in Venedig. Der Mietpreis für einen Quadratmeter im Monat liegt in der Spitze bei 350 Euro und ist damit um 17 Euro im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dennoch ist die italienische Stadt im Ranking um einen Platz abgerutscht. Grund dafür sind von der italienischen Politik vorgenommene Änderungen in den Mietgesetzen.

Die Auguren der Vermittler-Plattformen hatten ihre Prognosen so geschickt formuliert, dass sie sich nun ohne weiteres herausreden können. „Nachdem die Europäische Zentralbank bei ihrer jüngsten Sitzung Mitte Oktober angekündigt hat, die expansive Geldpolitik fortzusetzen, ist weiterhin nicht mit einer signifikanten Trendwende zu rechnen“, meinte Interhyp-Chef Michiel Goris am 3. November. Noch vor einer Woche, lautete die Prognose der Vermittlungsplattform Dr. Klein: „kurzfristig leicht schwankend“. Dr.-Klein-Vorstand Michael Neumann sah zu der Zeit keine Gefahr für einen „eklatanten Zinssprung“.

Doch was ist signifikant? Was ist eklatant? Aus den FMH-Indizes ist zu ersehen, dass die Aufschläge gegenüber den Zahlen von vor zwei Wochen von 0,08 Prozentpunkten bei den Fünf-Jahres-Konditionen bis zu 0,17 Prozent bei den 20-Jahres-Konditionen reichen. Signifikant und eklatant scheint dies nun nicht gerade zu sein. Auf der anderen Seite bedeuten eine Indexerhöhung von 1,1auf 1,24 Prozent für Hypotheken, dass die Zinsen um mehr als zehn Prozent gestiegen sind.

Auf der anderen Seite: Die von FMH genannten Spannen zeigen, dass Bauherren mit guter Bonität noch immer Darlehen mit zehn Jahren Zinsbindung für weniger als ein Prozent Zinsen bekommen. Wer den Zins für 15 Jahre festschreibt, was bei dem immer noch sehr niedrigen Zinsniveau unbedingt zu empfehlen ist, findet Institute die die eigenen vier Wände für weniger als 1,5 Prozent finanzieren. Für Neumann sind die Zinsansteige innerhalb weniger Tage um 0,2 Prozentpunkte ein Beleg dafür, dass die lang anhaltende Tendenz nach unten gestoppt wurde.

Deutliche Zinssprünge sind weiterhin unwahrscheinlich
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3 Kommentare zu "Immobilienkredite: Häuslebauer aufgepasst – Baugeld wird teurer"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    Aber immer gerne, dafür gebe ich und Herr von Horn uns richtig Mühe.
    Nicht einfach den ganzen Tag zu allen Artikeln Kommentare zu schreiben.
    Da muss man schon einen breit aufgestellten Sachverstand haben. Danke

  • Würde mich wundern, wenn in der Rezession die Zinsen plötzlich rauf gehen...
    ... das Gegenteil ist wohl der Fall. Die EZB wird weiter ins negative rutschen und das Bargeld abschaffen damit Banken nicht weiter Scheine einlagern - und die Banken werden das Geld an jeden verleihen, der auch nur halbwegs Bonität hat - die Hauptsicherheit wird die Immobilie sein.

    Zum Thema anstehende/ nicht kommunizierte Rezession hier mein aktueller Lieblingschart:
    http://www.querschuesse.de/wp-content/uploads/2016/11/s880.png

    ... an genau einer Stelle fehlt (noch) der graue Balken.
    Der ist dann wohl ein "Geschenk" für Trump - und ein Geschenk für die ewige Kanzlerin. Soll heißen: dem Trump wirds in die Schuhe geschoben, und die Deutschen wählen sich das Beständige, das vermeintlich Sichere...

  • Wie erbärmlich, jetzt ist wieder Trump schuld dass die Zinsen steigen.

    Die Pleite Amerikas und der Absturz der Wirtschaft wird man ihn auch noch in die Schuhe schieben obwohl er noch nicht mal seine Arbeit aufgenommen hat.

    Kein Wunder dass immer mehr Leute sich von der Presse entfernt, bei der Propaganda die hier verzapft wird.

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